Honduras: Cáceres-Mord mit Geld internationaler Banken finanziert

Tegucigalpa, Mexiko-Stadt - Der Mord an der Umweltschützerin Berta Cáceres in Honduras ist einem Untersuchungsbericht zufolge aus dem Geld internationaler Banken für ein Wasserkraftprojekt in Honduras finanziert worden. Zu dem Schluss kommt fast zehn Jahre nach der Tat ein Team von Spezialisten der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, das seinen Abschlussbericht am Montag (Ortszeit) in der honduranischen Tegucigalpa präsentierte.

Menschenrechtler: Bisher 41 politische Gefangene in Venezuela frei

Berlin/Caracas - Die angekündigte Freilassung politischer Gefangener in Venezuela verläuft laut Menschenrechtlern schleppend. Nach Zählungen der Organisation „Foro Penal“, die in der Nacht auf Montag auf der Internetplattform X veröffentlicht wurden, haben bisher 41 von ihnen die Freiheit erlangt. Insgesamt sitzen laut der Menschenrechtsorganisation noch 779 Menschen aus politischen Gründen in Haft.

Human Rights Watch: Massive Zunahme sexualisierter Gewalt im Ostkongo

Frankfurt a.M., Kinshasa - Inmitten der Kämpfe im Ostkongo nimmt die sexualisierte Gewalt laut Human Rights Watch massiv zu. Für die Überlebenden von Vergewaltigungen und anderen Verbrechen sei es zudem zunehmend schwer, die nötige Hilfe zu bekommen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Montag in Kinshasa. Dafür sei nicht nur der anhaltende Konflikt, sondern auch die schwindende finanzielle Unterstützung verantwortlich.

Expertin sieht nach US-Angriff auf Venezuela das Regime intakt

Berlin/Bogotá - Das venezolanische Regime ist nach dem US-Angriff und der Absetzung des Staatschefs Nicolás Maduro laut der Lateinamerika-Expertin Elizabeth Dickinson weitgehend intakt. Wenn eine Person wie Maduro untragbar werde, „nützt ein Entfernen der Person der Fortsetzung des Regimes als solches“, sagte die Analystin von der Denkfabrik Crisis Group dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es gebe Hinweise darauf, dass ein Teil der venezolanischen Führungsschicht Maduro den USA ausgeliefert habe.

Nicaragua lässt mindestens 20 politische Gefangene frei

Mexiko-Stadt, Managua - Die Regierung in Nicaragua hat am Samstag (Ortszeit) mindestens 20 politische Gefangene freigelassen. Dies teilte die Organisation „Mechanismus zur Anerkennung politischer Gefangener in Nicaragua“ nach Rücksprache mit deren Familien mit. Die Freigelassenen standen auf der vom Mechanismus geführten Liste von insgesamt 62 Personen, die aufgrund ihrer politischen Opposition in Haft sind. Die oppositionelle Nachrichtenplattform „Divergentes“ sprach von mindestens 30 Freigelassenen.

Bundesregierung richtet im Frühjahr Sudan-Konferenz aus

Berlin - Die dritte Konferenz zur Unterstützung der vom Krieg geplagten Menschen im Sudan kommt in diesem Jahr in Berlin zusammen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts kündigte am Freitag in Berlin an, dass Deutschland rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns im Sudan am 15. April die Konferenz ausrichten werde. Ziel sei es, die Friedensbemühungen voranzubringen. 2025 war London Gastgeber der Konferenz, im Jahr davor Paris.

USA setzen Hilfe in Somalia aus - UN bestätigen Abriss von Lagerhalle

Nairobi/Mogadischu - Die US-Regierung hat Hilfsprogramme für Somalia ausgesetzt. Die somalische Regierung habe ein Lager des Welternährungsprogramms (WFP) zerstört, hieß es zu Begründung in der Nacht auf Donnerstag. Dabei seien 76 Tonnen Hilfsgüter für die bedürftige Bevölkerung entwendet worden. Die somalische Regierung widersprach am Donnerstag der Darstellung der US-Regierung und betonte, die Nothilfe sei nicht eingeschränkt.

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