EU-Kommission setzt Unterstützung für Israel aus

Straßburg, Brüssel - Angesichts der Eskalation von Gewalt im Gaza-Streifen setzt die EU-Kommission ihre Unterstützung für Israel aus. Die entsprechenden bilateralen Zahlungen würden gestoppt, kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg an. Davon nicht betroffen sein soll die Arbeit mit der israelischen Zivilgesellschaft und die Unterstützung für die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Niger: Menschenrechtler kritisieren Eskalation islamistischer Gewalt

Frankfurt a.M./Nairobi - Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) beklagt eine Zunahme islamistischer Gewalt im Niger. Seit März habe der „Islamische Staat - Sahel Provinz“ seine Angriffe gegen Zivilisten eskaliert, teilte HRW am Mittwoch in Kenias Hauptstadt Nairobi mit. Bei mindestens fünf Angriffen in der westlich gelegenen Region Tillabéri wurden demnach 127 Menschen hingerichtet sowie Dutzende Häuser geplündert und niedergebrannt.

Kongo: Regierung verurteilt Massaker von ADF-Miliz mit 89 Toten

Nairobi/Kinshasa - Die kongolesische Regierung hat die jüngsten Angriffe der islamistischen ADF-Miliz im Osten des Landes mit mindestens 89 Toten verurteilt. Ministerpräsidentin Judith Suminwa kritisierte die Attacken in einer am Mittwoch auf der Internetplattform X verbreiteten Erklärung als „barbarische Taten“ und erklärte ihre Solidarität mit den Angehörigen und Überlebenden.

Sudan: Erstes UN-Büro in Khartum wiedereröffnet

Khartum/Dakar - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat nach über zwei Jahren ihr Büro im Sudan wiedereröffnet. Damit sei sie die erste UN-Organisation, die sich seit Ausbruch des Krieges im April 2023 wieder in der Hauptstadt Khartum niederlasse, teilte die IOM am Dienstag mit.

Der Krieg, der durch einen Machtkampf zwischen der Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz begann, hat eine der schlimmsten Hunger- und Vertreibungskrisen weltweit ausgelöst. Zehntausende Menschen wurden getötet.

Venezuela verlegt Weihnachtsbeginn auf den 1. Oktober

Berlin, Caracas - Die Regierung Venezuelas lässt inmitten militärischer Spannungen mit den USA die Weihnachtszeit am 1. Oktober beginnen. Dies verkündete Staatschef Nicolás Maduro bei seiner wöchentlichen Talkshow im staatlichen Fernsehen. „Dies ist unsere Form, das Recht auf Freude zu verteidigen.“ Er habe ein entsprechendes Dekret unterzeichnet. Damit werde die Zeit mit kulturellen Aktivitäten bereichert und zugleich die Wirtschaft angekurbelt.

Verbesserungen für Kinderschutz bei EU-Asylreform angemahnt

Brüssel - Bei der geplanten Umsetzung der EU-Asylreform in Deutschland werden die Rechte von Kindern laut einem von Hilfswerken beauftragten Gutachten bisher zu wenig berücksichtigt. Zwar sehe das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) ab 2026 erweiterte Schutzgarantien für Minderjährige vor. Diese seien in den bisherigen deutschen Plänen jedoch kaum erkennbar, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Gutachten, das unter anderem vom UN-Hilfswerk Unicef und der Kindernothilfe in Auftrag gegeben wurde.

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