Weitere Afghanen mit Aufnahmezusage aus Pakistan abgeschoben

Berlin - Pakistan hat über das Wochenende nach Angaben des Auswärtigen Amts weitere Afghanen mit grundsätzlicher Aufnahmezusage aus Deutschland in ihr Herkunftsland abgeschoben. Ein Außenamtssprecher sagte am Montag in Berlin, man gehe von 20 bis 30 abgeschobenen Personen aus. Die Zahl derer, die trotz deutscher Aufnahmezusage in das von den Taliban regierte Land abgeschoben wurden, erhöht sich damit nach seinen Angaben auf rund 230.

UN-Experte: Müssen hungernde Mütter in Afghanistan abweisen

Frankfurt a.M., Kabul - Die Not in Afghanistan ist nach Einschätzung des Welternährungsprogramms so groß wie nie. „Die Erdbeben verstärken eine massive humanitäre Katastrophe“, sagte der Landesdirektor der UN-Organisation, John Aylieff, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bereits zu Beginn des Jahres sei die Zahl der unterernährten Menschen so hoch gewesen wie noch nie in Afghanistan, vor allem unter Kindern und Frauen.

Kolumbien: 45 Soldaten bei Antidrogeneinsatz entführt

Berlin, Bogotá  - In Kolumbien sind 45 Soldaten bei einem Antidrogeneinsatz in der Region Cauca im Südwesten des Landes von Farc-Dissidenten festgesetzt worden. Wie das Verteidigungsministerium am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte, umzingelten rund 600 Anwohner im Auftrag der aus der 2016 entwaffneten Farc-Guerrilla hervorgegangenen Splittergruppe „Carlos Patiño“ die Einheit. Verteidigungsminister Pedro Arnulfo Sánchez sprach von Entführung, forderte die sofortige Freilassung der Soldaten und drohte andernfalls mit militärischen Maßnahmen.

Mexiko: Friedensmarsch fordert Ende der Gewalt in Sinaloa

Mexiko-Stadt - Unter dem Motto „Kein Drogenkrieg, genug ist genug, wir wollen Frieden“ haben am Sonntag (Ortszeit) Tausende Menschen im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa für ein Ende der herrschenden Gewalt demonstriert. Der Marsch von weiß gekleideten Bürgern auf den Straßen der Hauptstadt von Sinaloa, Culiacán, fand anlässlich des ersten Jahrestags der Auseinandersetzungen zwischen zwei verfeindeten Fraktionen des Sinaloa-Kartells statt, wie die Tageszeitung „La Jornada“ berichtete.

UN-Ermittler: Konfliktparteien im Sudan verüben Kriegsverbrechen

Genf - Beide Konfliktparteien im Bürgerkrieg im Sudan töten laut UN-Ermittlern gezielt Zivilisten und begehen Kriegsverbrechen in großem Umfang. Die UN-Untersuchungskommission für den Sudan betonte in einem am Freitag in Genf veröffentlichten Bericht, dass möglicherweise auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt wurden, darunter Verfolgung und Ausrottung.

Menschenrechtspreis 2025 von Pro Asyl an drei Preisträger

Frankfurt a.M. - Die Stiftung Pro Asyl ehrt mit ihrem diesjährigen Menschenrechtspreis drei Personen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Ausgezeichnet werden der Erste Bürgermeister der bayerischen Gemeinde Hebertshausen, Richard Reischl, Johannes Borgetto vom Koordinationskreis Asyl Darmstadt und Region, sowie Immaculata Chienku vom Verein Refugees Emancipation Potsdam, wie Pro Asyl am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte.

Hunderttausende Kinder in Afghanistan von Erdbeben betroffen

Köln - Von dem schweren Erdbeben in Afghanistan sind nach Unicef-Angaben Hunderttausende Kinder betroffen. Knapp eine Woche nach dem Beben werde das Ausmaß der Katastrophe in der schwer zugänglichen Bergregion klarer, erklärte das Kinderhilfswerk Unicef am Freitag in Köln. Rund eine halbe Million Menschen sei davon betroffen, darunter 260.000 Kinder. „Die Folgen für Kinder sind wesentlich schlimmer, als es anfangs aussah“, erklärte Unicef-Mitarbeiter Daniel Timme aus Afghanistan.

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