Kabinett bringt Abschwächung des Lieferkettengesetzes auf den Weg

Berlin - Das vor mehr als zwei Jahren in Kraft getretene Lieferkettengesetz soll abgeschwächt werden. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium, der vorsieht, dass die Berichtspflicht über die Einhaltung der Sorgfaltspflichten für Unternehmen entfällt. Demnach sollen zwar die Sorgfaltspflichten selbst weiter gelten, jedoch nur noch schwere Verstöße sanktioniert werden. Entwicklungsorganisationen üben scharfe Kritik an der Neuregelung.

Medienbericht: Über 1.000 Tote durch Erdrutsch im Sudan

Frankfurt a.M., Khartum - Im Sudan sind Medienberichten zufolge mehr als 1.000 Menschen durch einen Erdrutsch ums Leben gekommen. Die gesamte Bevölkerung eines Dorfes in der vom Krieg gebeutelten Region Darfur sei von den Erdmassen verschüttet worden, berichtete der Radiosender Tamazuj am Dienstag unter Berufung auf die Rebellenbewegung SLM. Nur ein Bewohner des Dorfes Tarsin habe überlebt. Der Erdrutsch sei am Sonntag durch sintflutartige Regenfälle verursacht worden.

UN: Hunderttausende könnten von Beben in Afghanistan betroffen sein

Genf - Nach dem schweren Erdbeben im Osten Afghanistans steigt die Zahl der erfassten Opfer nach Angaben der nationalen Rothalbmondgesellschaft weiter an. Demnach sind 1.124 Menschen gestorben und 3.251 erlitten Verletzungen. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen könnten Hunderttausende Menschen von dem verheerenden Beben im östlichen Afghanistan direkt betroffen sein.

Mexiko: Indigener wird neuer Präsident des Obersten Gerichtshofs

Mexiko-Stadt - Die in einer Volkswahl gewählten Richterinnen und Richter der mexikanischen Bundesjustiz haben am Montag (Ortszeit) ihren Dienst angetreten. Wie die Nachrichtenplattform „Proceso“ berichtete, versicherte der neue Präsident des Obersten Gerichtshofs, Hugo Aguilar Ortiz, während einer indigenen Zeremonie, in Zukunft werde an diesem Gericht „ein anderer Geist“ wehen. Dessen Entscheidungen würden „nicht von Macht oder Geld geleitet“, sondern vom Dienst an der Bevölkerung.

Burkina Faso stellt Homosexualität unter Strafe

Frankfurt a.M., Ouagadougou - In Burkina Faso ist Homosexualität künftig illegal. Das nicht demokratisch gewählte Parlament beschloss am Montag die Kriminalisierung sogenannter „homosexueller Handlungen“, wie der französische Auslandssender RFI am Dienstag berichtete. Demnach drohen Personen, die der Homosexualität schuldig gesprochen werden, Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren und Bußgeldzahlungen.

Welthungerhilfe: Beben neue Katastrophe für geschwächtes Afghanistan

Frankfurt a.M. - Die Welthungerhilfe rechnet mit langfristigen dramatischen Folgen des jüngsten Erdbebens in Afghanistan. Das Ausmaß von Tod und Zerstörung werde sich erst in Tagen abzeichnen, sagte Asien-Regionaldirektorin Elke Gottschalk im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Doch es sei eine ähnliche Dimension wie bei den vorherigen Beben in der Region zu befürchten - dabei wurden 2022 mehr als 1.000, ein Jahr später mehr als 1.500 Tote gemeldet.

Brasilien: Urteil gegen Bolsonaro wegen Putschversuchs erwartet

Berlin/São Paulo - In Brasilien entscheidet ab Dienstag der Oberste Gerichtshof über eine Verurteilung des ultrarechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Hauptverantwortlichen für den Putschversuch vom 8. Januar 2023, als Tausende seiner Anhänger den Kongress, den Obersten Gerichtshof und den Präsidentenpalast stürmten und dort randalierten. Sollte Bolsonaro schuldig gesprochen werden, drohen dem Ex-Militär bis zu 40 Jahre Haft.

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