Bauarbeiterstreik vor Weltklimakonferenz in Brasilien

Salvador da Bahia - Knapp zwei Monate vor der Weltklimakonferenz in Belém sind Bauarbeiter in der nordbrasilianischen Stadt in den Streik getreten. Der Ausstand, mit dem die Streikenden ihre Forderung nach besserer Bezahlung durchsetzen wollen, begann laut der Zeitung „Folha de São Paulo“ ab Mittwoch auf mehreren Baustellen, darunter auch am Tagungsort „Parque de Cidade“. Dort soll die COP30 vom 10. bis 21. November stattfinden.

EU-Kommission schlägt Sanktionen gegen Israel vor

Brüssel - Die EU-Kommission hat wegen des Krieges in Gaza Sanktionen gegen Israel vorgeschlagen. Geplant ist demnach die Aussetzung von Handelsvergünstigungen, gezielte Sanktionen gegen extremistische Minister und gewalttätige Siedler sowie die vorübergehende Einstellung von Finanzmitteln - ausgenommen die Unterstützung für die Zivilgesellschaft und die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

UN-Untersuchungskommission wirft Israel Völkermord in Gaza vor

Genf, Brüssel - Israel verübt laut einer UN-Untersuchungskommission im Gaza-Streifen Völkermord an den Palästinenserinnen und Palästinensern. Die Kommission forderte Israel und alle Staaten am Dienstag in Genf auf, den Völkermord zu beenden und die Verantwortlichen zu bestrafen. Israels Regierung wies die Anschuldigungen umgehend als gefälscht zurück. Angesichts der israelischen Offensive auf Gaza-Stadt warnte indes die EU-Kommission abermals vor einer Verschärfung der humanitären Katastrophe.

Note 2,5: Entwicklungsgesellschaft veröffentlicht Projektbericht

Berlin - Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit steht nach Einschätzung von Staatssekretär Niels Annen (SPD) unter besonderer Beobachtung. Vor dem Hintergrund sinkender Entwicklungsgelder sei es besonders wichtig nachzuweisen, wofür die Mittel verwendet würden, sagte der Entwicklungs-Staatssekretär am Dienstag bei der Vorstellung des Evaluierungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Berlin. Jeder Euro müsse so effizient wie möglich eingesetzt werden.

Amnesty verlangt Schutz der Bevölkerung in Haiti

Mexiko-Stadt, Port-Au-Prince - Amnesty International hat das jüngste Massaker in Haiti verurteilt und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert. Bewaffnete Banden hatten vergangene Woche in Labodrie, einem Ort in der Gemeinde Cabaret, mehr als 40 Menschen getötet. Dutzende Häuser in dem Fischerdorf nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince wurden in Brand gesetzt. Das Blutbad steht in einer Reihe von Massakern krimineller Banden.

Bericht: Korruption befeuert Menschenrechtsverletzungen im Südsudan

Nairobi/Juba -  Im Südsudan werden durch die Plünderung öffentlicher Gelder den UN zufolge Menschenrechtsverbrechen und Gewalt finanziert. Das Leid der südsudanesischen Bevölkerung sei eine direkte Folge der dreisten Korruption seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 2011, sagte die Leiterin der UN-Menschenrechtskommission für den Südsudan, Yasmin Sooka, am Dienstag bei der Vorstellung eines Berichts zum Thema. Die Machenschaften der politischen Eliten befeuerten Hunger, kollabierende Gesundheitssysteme und tödliche Konflikte um Rohstoffe.

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