Außenminister Wadephul kritisiert Angriffe auf humanitäre Helfer

Berlin, Genf - Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer in Krisen und Konflikten verurteilt. Mehr als 300 Millionen Menschen weltweit seien auf humanitäre Hilfe angewiesen, erklärte Wadephul am Dienstag in Berlin zum Welttag der humanitären Hilfe. Viele Helferinnen und Helfer riskierten dabei tagtäglich ihr Leben - „und viel zu viele, über 600 weltweit, haben ihren mutigen Einsatz in den letzten beiden Jahren mit dem Leben bezahlt“.

Über 200 Afghanen mit Zusage aus Deutschland aus Pakistan abgeschoben

Berlin - Mehr als 200 Afghaninnen und Afghanen mit einer grundsätzlichen Aufnahmezusage aus Deutschland sind nach Angaben des Auswärtigen Amts inzwischen aus Pakistan in ihr Herkunftsland abgeschoben worden. Ein Sprecher des Außenamts bezifferte die Zahl am Montag in Berlin auf genau 211. Man sei über einen „Dienstleister“, der die Unterbringung in Afghanistan organisiert habe, mit den Menschen in Kontakt.

Hilfsorganisationen dringen auf Schutz für humanitäre Helfer

Frankfurt a.M. - Zum Welttag der humanitären Hilfe dringen Hilfsorganisationen auf mehr Schutz für Helfende in Kriegs- und Krisengebieten. Ein Anstieg von Gewalt gegen Helferinnen und Helfer sei zwar insbesondere in Gaza zu beobachten, „setzt sich aber weltweit fort“, sagte die Geschäftsführerin des International Rescue Committees (IRC) in Deutschland, Corina Pfitzner, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag. Das humanitäre Völkerrecht werde zunehmend missachtet, „ohne dass Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden“.

Kritik am Umgang mit schutzsuchenden Afghanen in Pakistan

Berlin - Die Bundesregierung steht wegen ihres Umgangs mit schutzsuchenden Afghanen in Pakistan weiter in der Kritik. „Rhetorik und Handeln der Bundesregierung stehen in einem sehr eklatanten und zynischen Widerspruch“, erklärte Christian Mihr von Amnesty International in Deutschland am Samstag. Der stellvertretende Grünen-Fraktionschef Konstantin von Notz sprach von einem „in höchstem Maße fragwürdigen Rechtsverständnis“.

Putschvorwurf: Mali verhaftet angeblichen französischen Agenten

Douala/Bamako - Nach einem angeblichen Putschversuch ist es in Mali zu einer Verhaftungswelle gekommen. Wie der Sicherheitsminister General Daoud Aly Mohammedine am Donnerstagabend im Staatsfernsehen verlas, befindet sich unter den Inhaftierten auch ein Franzose.

Nach Angaben des Ministers soll es sich um einen französischen Geheimdienstagenten handeln, der gemeinsam mit einer Reihe hochrangiger malischer Militärs versucht habe, das Land mit Unterstützung aus dem Ausland zu destabilisieren. Das sei jedoch erfolgreich abgewehrt worden.

Amnesty: Vier Jahre Rechtswillkür unter Taliban in Afghanistan

Berlin - Seit ihrer Machtübernahme vor vier Jahren haben die radikalislamischen Taliban das Rechtssystem in Afghanistan laut Amnesty International völlig ausgehebelt. Willkürliche Urteile, fehlende Transparenz sowie öffentliche Folter und Hinrichtungen seien seitdem an der Tagesordnung, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag zum Jahrestag der Taliban-Machtergreifung am 15. August 2021.

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