Tschad: Oppositionspolitiker Masra zu 20 Jahren Haft verurteilt
N'Djamena/Jaunde - Der tschadische Oppositionspolitiker und ehemalige Ministerpräsident Succès Masra ist zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Wie das Nachrichtenportal „Tchadinfos“ am Sonntag berichtete, wurde gegen Masra zudem eine Geldstrafe in Höhe von einer Milliarde CFA (etwa 1.525 Euro) verhängt. Ein Gericht befand den Vorsitzenden der Oppositionspartei „Les Transformateurs“ laut dem französischen Sender RFI am Samstag wegen der Verbreitung „rassistischer und fremdenfeindlicher Botschaften“ sowie der Beihilfe zum Mord für schuldig.
Vorwurf aus Mexiko: Adidas soll traditionelle Sandale kopiert haben
Mexiko-Stadt. Der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca, Salomon Jara, wirft dem Sportartikelhersteller Adidas vor, sich ein traditionelles Design für eine Sandale angeeignet zu haben. Der Weltkonzern mit Sitz im bayerischen Herzogenaurach solle die Vermarktung des neuen Modells „Oaxaca Slip On“ unverzüglich einstellen, schrieb Jara am Donnerstag (Ortszeit) auf der Internetplattform X.
Die USA bieten 50 Millionen Dollar für die Festnahme von Maduro
Berlin/Caracas. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat die Belohnung für Informationen, die zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro führen, auf 50 Millionen US-Dollar (rund 43 Millionen Euro) verdoppelt. Justizministerin Pam Bondi warf Maduro in einem am Donnerstag (Ortszeit) im Netzwerk X veröffentlichten Video vor, einer der größten Drogendealer der Welt zu sein und die nationale Sicherheit der USA zu gefährden.
Gaza: "Ärzte ohne Grenze" sieht "orchestrierte Tötung" an GHF-Posten
Berlin - „Ärzte ohne Grenzen“ wirft der israelischen Armee massive Gewalt gegen Zivilisten an den Lebensmittel-Verteilzentren der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) vor. Medizinische Daten, Patienten-Aussagen und Beobachtungen deuteten darauf hin, dass israelische Streitkräfte und privates US-amerikanisches Sicherheitspersonal an den Verteilstellen gezielt auf hungernde Palästinenser geschossen hätten, teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag unter Berufung auf eine eigene Untersuchung mit.
Hilfswerk warnt vor Normalisierung von Völkerrechtsverstößen
Berlin - Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor einer zunehmenden Normalisierung von Völkerrechtsverstößen weltweit. Als Beispiele nannte die Präsidentin der evangelischen Hilfsorganisation, Dagmar Pruin, am Donnerstag die nächtlichen Angriffe Russlands auf zivile Einrichtungen in der Ukraine sowie die Abriegelung von Geflüchtetenlagern durch paramilitärische Milizen im sudanesischen Darfur.
Junge Tigrayer wollen Frieden und machen sich bereit für den Krieg
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Flugzeug mit kolumbianischen Söldnern im Sudan abgeschossen
Nairobi/Khartum - Die sudanesische Armee hat ein Flugzeug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit kolumbianischen Söldnern abgeschossen. Mindestens 40 Söldner aus dem südamerikanischen Land seien getötet worden, berichtete die Zeitung „Sudan Tribune“ unter Berufung auf die Armee. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro bestätigte den Abschuss. Die genaue Zahl der getöteten Kolumbianer sei jedoch noch nicht bekannt, erklärte er. Er habe den kolumbianischen Botschafter in Ägypten beauftragt, die Zahl der Opfer herauszufinden.
Kabinett macht Weg frei für unterirdische CO2-Speicherung
Berlin - Die Bundesregierung will die unterirdische Speicherung von industriell verursachten Kohlendioxidemissionen erlauben. Das Kabinett billigte am Mittwoch die Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes. Der Gesetzentwurf von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) soll die sogenannte CCS-Technologie ermöglichen, also die Abscheidung, den Transport und die dauerhafte Speicherung von CO2 im Untergrund. Umweltschützer kritisieren das Verfahren.