Entwicklungshilfe: "Brot für die Welt" fordert mehr Verantwortung

Berlin - „Brot für die Welt“ hat die angekündigten Einschnitte im Bundeshaushalt bei der Entwicklungspolitik scharf kritisiert. Angesichts des Stopps der US-Entwicklungshilfe sollte Deutschland stattdessen mehr Verantwortung übernehmen, forderte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Dagmar Pruin, am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichts ihrer Organisation in Berlin.

Offener Brief von Kulturschaffenden: "Lassen Sie Gaza nicht sterben"

Frankfurt a.M. - Mehr als 200 Kulturschaffende haben sich mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gewandt und die deutsche Solidarität mit Israel kritisiert. „Die israelische Regierung weiter so vollumfänglich zu unterstützen, während Gaza ausgehungert und Auffanglager für Hunderttausende Menschen geplant werden, hat mit deutscher Staatsräson rein gar nichts zu tun“, heißt es in dem Brief auf der Website der Nichtregierungsorganisation Avaaz.

Regierung streicht Entwicklungsausgaben weiter zusammen

Berlin - Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wählt klare Worte: Es sei nötig, im Bundeshaushalt „massiv zu konsolidieren“, sagte er am Mittwoch in Berlin nach der Verabschiedung des Etatentwurfs für 2026 im Bundeskabinett. Die Sparanstrengungen beträfen unter anderem die Entwicklungszusammenarbeit. Klingbeil äußerte sich darüber selbst betrübt, Hilfsorganisationen reagierten mit scharfer Kritik.

Rotes Kreuz verurteilt Angriffe auf Zivilbevölkerung im Sudan

Nairobi/Port Sudan - Das Rote Kreuz hat Angriffe auf die Zivilbevölkerung und Infrastruktur wie Krankenhäuser und Märkte in der sudanesischen Kordofan-Region verurteilt. Diese hätten zu einer hohen Zahl an Toten und Verletzten und einem Zusammenbruch „grundlegender Dienstleistungen“ geführt, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch in Port Sudan mit.

Mehr Geld für Demokratieförderung und Freiwilligendienste

Berlin - Die Bundesregierung will für Demokratieförderung und Freiwilligendienste im nächsten Jahr mehr Geld ausgeben. Für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sind 191 Millionen Euro eingeplant, 9 Millionen mehr als 2025, wie aus dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2026 hervorgeht. Das Dokument, das am Mittwochvormittag im Bundeskabinett behandelt wird, liegt dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor. Mit dem Bundesprogramm werden zivilgesellschaftliches Engagement und Demokratie-Bildungsprojekte gefördert.

Kritik an Ausschluss von Oppositionellen bei Wahl in Kamerun

Nairobi - Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) kritisiert den Ausschluss dutzender Oppositionskandidaten von der Präsidentenwahl in Kamerun. Unter ihnen sei auch der wichtigste Herausforderer von Präsident Paul Biya, der Politiker Maurice Kamto, teilte HRW am Mittwoch in Kenias Hauptstadt Nairobi mit. Die Entscheidung der kamerunischen Wahlkommission mache den für den 12. Oktober geplanten Urnengang zur „reinen Formsache“.

Bundeswehr soll spätestens am Wochenende Hilfsgüter für Gaza abwerfen

Berlin - Flugzeuge der Bundeswehr sollen in den nächsten Tagen damit beginnen, Hilfsgüter über dem Gaza-Streifen abzuwerfen. Zwei Transportflieger vom Typ A400M seien derzeit auf dem Weg nach Jordanien, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag nach einem Gespräch mit dem jordanischen König Abdullah II. in Berlin. In Jordanien sollen die Bundeswehrmaschinen Merz zufolge ausgerüstet und aufgetankt werden, damit sie spätestens ab dem Wochenende - möglicherweise schon ab Mittwoch - ihre Missionen fliegen können.

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