Über 40 Tote bei Angriff auf Flüchtlingslager im Sudan

Nairobi/Khartum - Bei einem Angriff auf ein Flüchtlingslager in der sudanesischen Region Darfur sind laut Medienberichten mehr als 40 Menschen getötet worden. Die paramilitärische RSF-Miliz habe das Lager Abu Shouk nahe der umkämpften Provinzhauptstadt El Fasher am Montag attackiert, berichtete die Zeitung „Sudan Tribune“ am Dienstag. Die Armee und mit ihr verbündete Milizen hätten die RSF-Kämpfer später zurückgeschlagen.

Kamerun: Erzbischof kritisiert Wahlen mit "vorher bekanntem Ergebnis"

Douala - In Kamerun hat Erzbischof Samuel Kleda sich mit deutlichen Worten in den Wahlkampf eingeschaltet. „Unser Land ist krank“, erklärte der Geistliche nach Berichten des französischen Senders RFI vom Dienstag. Die führenden Politiker wüssten anscheinend nicht mehr, was sie tun sollen, ihre Art und Weise, die Regierungsgeschäfte zu führen, sei beunruhigend, schrieb der Erzbischof von Douala demnach in einem am Sonntag verbreiteten Hirtenbrief. Es sei moralisch inakzeptabel, Wahlen zu organisieren, deren Ergebnisse bereits im Vorfeld bekannt seien.

Kolumbien: Bei Attentat verletzter Politiker Uribe gestorben

Frankfurt a.M., Bogotá - Der bei einem Attentat im Juni schwer verletzte kolumbianische Oppositionspolitiker Miguel Uribe ist gestorben. Das gab seine Frau María Claudia Tarazona am Montag auf sozialen Netzwerken bekannt. Der konservative Senator, der im kommenden Jahr bei den Präsidentschaftswahlen antreten wollte, starb Medienberichten zufolge in den frühen Morgenstunden im Krankenhaus in der Hauptstadt Bogotá. Die Klinik hatte am Wochenende die Verschlechterung seines Zustands bekannt gegeben.

Weniger Geld, mehr Fokus: Die deutsche Entwicklungspolitik im Umbruch

Berlin - Das Entwicklungsministerium muss angesichts geplanter Milliardenkürzungen seinen Kurs neu ausrichten. Laut aktuellem Haushaltsentwurf stehen dem Haus von Ministerin Reem Alabali Radovan (SPD) 2025 rund eine Milliarde Euro weniger zur Verfügung, im kommenden Jahr sollen weitere 330 Millionen Euro wegfallen. Welche Schwerpunkte die Bundesregierung künftig setzen will, ist noch offen. Experten sehen in der Neuaufstellung auch eine Chance für eine grundlegende Reform.

Kolumbien: Vom "umfassenden Frieden" zur Schadensbegrenzung

Cali - Die Aufbruchstimmung war spürbar: Kolumbiens Präsident Gustavo Petro trat sein Amt 2022 mit dem Ziel an, den seit Jahrzehnten anhaltenden Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Sein Plan: ein „allumfassender Frieden“, der Verhandlungen mit Guerillas, Drogenbanden und paramilitärischen Strukturen einschließt. Drei Jahre später ist die Bilanz trotz einzelner Hoffnungsschimmer ernüchternd.

Journalisten in Gaza getötet

Frankfurt a.M., Doha - Bei einem israelischen Luftangriff in Gaza sind nach Angaben des Senders Al-Dschasira fünf seiner Journalisten getötet worden. Darunter sei der Reporter Anas al Scharif, meldete Al-Dschasira in der Nacht zum Montag. Der Sender sprach von einer gezielten Attacke auf ein Medienzelt vor einem Krankenhaus in Gaza-Stadt. Israel bestätigte den Angriff und bezeichnete Al Scharif als Anführer einer Hamas-Zelle.

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