Anschlag auf Juden in Argentinien: Prozess nach mehr als 30 Jahren

Santiago/Buenos Aires - Mehr als 30 Jahre nach dem Bombenanschlag auf das jüdische Kulturzentrum AMIA in Buenos Aires soll zehn Angeklagten in Abwesenheit der Prozess gemacht werden. Wie die Tageszeitung „La Nación“ am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, entschied der Bundesrichter Daniel Rafecas, ein entsprechendes Verfahren einzuleiten. Ziel sei es, die Ereignisse des 18.

Kenia: Zahl der Toten bei Protesten gegen Polizeigewalt gestiegen

Nairobi - Die Zahl der Toten bei Protesten gegen Polizeigewalt in Kenia ist auf mindestens 16 gestiegen. Sie seien am Mittwoch von Sicherheitskräften getötet worden, teilte Amnesty International am Donnerstag mit. Nach Angaben der Nationalen Menschenrechtskommission KNHRC wurden außerdem etwa 400 Menschen verletzt und mehr als 60 festgenommen. Oppositionspolitiker verurteilten das Vorgehen der Sicherheitskräfte.

Wadephul verteidigt Einstellen der Zahlungen für zivile Seenotrettung

Berlin - Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat das Einstellen der Bundesmittel für die zivile Seenotrettung im Mittelmeer verteidigt. Er halte das für richtig, sagte er am Donnerstag in Berlin. Er habe sich bereits früher kritisch zu der Finanzierung geäußert. „Deutschland bleibt immer der Humanität verpflichtet“, sagte er. „Aber ich glaube nicht, dass es eine Aufgabe des Auswärtigen Amtes ist, für diese Form der Seenotrettung Mittel zu verwenden, insofern haben wir die Politik geändert.“ Hilfsorganisationen kritisierten die Entscheidung.

Südafrika: Ex-Präsident Zuma will wieder in Regierungspartei ANC

Frankfurt a.M., Pretoria - Südafrikas früherer Präsident Jacob Zuma will wieder Mitglied der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) werden. Er habe am Donnerstag Klage gegen die Entscheidung der Partei eingereicht, seine 65-jährige Mitgliedschaft zu beenden, gab die von Zuma gegründete Partei MKP bekannt. Der Ex-Präsident (2009-2018) war im Juli 2024 wegen der Gründung der MKP im Dezember 2023 aus dem ANC ausgeschlossen worden.

Deutschland sagt 600 Millionen Euro für globale Impfkampagne zu

Berlin, Brüssel - Deutschland engagiert sich weiter für den Schutz vor weltweiten Krankheiten. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat am Mittwoch bei einer Konferenz der Impfallianz Gavi in Brüssel angekündigt, insgesamt 600 Millionen Euro bis 2030 zur Verfügung zu stellen. „Impfen ist der effizienteste Weg, Leben zu retten und weltweite Pandemien zu verhindern“, sagte sie. Krankheiten machten nicht an Grenzen halt, deswegen brauche es internationale Zusammenarbeit, um sie zu bekämpfen.

Polizei schlägt Proteste in Kenia nieder

Nairobi - Bei Protesten gegen Polizeigewalt sind in Kenia nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens zwei Menschen von Sicherheitskräften getötet worden. Südlich der Hauptstadt Nairobi seien zwei Demonstranten erschossen worden, teilte die nicht staatliche Kenianische Menschenrechtskommission am Mittwoch auf der Internetplattform X mit. Dutzende weitere Demonstrierende wurden laut Berichten lokaler Medien mit Schusswunden ins Krankenhaus eingeliefert.

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