Weltgemeinschaft berät über Finanzierung von Entwicklungszielen

Frankfurt a.M./Sevilla - Bei einer UN-Konferenz in Sevilla sucht die Weltgemeinschaft nach Auswegen aus der Finanzierungskrise für ihre Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele. Die Vierte Internationale Konferenz für Entwicklungsfinanzierung wurde am Montag in der andalusischen Stadt eröffnet. UN-Generalsekretär António Guterres mahnte zum Auftakt mehr Engagement an. Finanzierung sei der „Motor von Entwicklung“, sagte Guterres: „Und im Moment stottert der Motor.“

WFP: Kürzungen verschärfen Hungerkrise bei Flüchtlingen aus dem Sudan

Nairobi/Khartum - Das Welternährungsprogramm (WFP) sieht eine dramatische Zuspitzung der Hungerkrise bei Flüchtlingen aus dem Sudan. Nach jüngsten Kürzungen stehe noch weniger Geld zur Verfügung, um lebensrettende humanitäre Hilfe zu leisten, erklärte das WFP am Montag in Nairobi. In Sudans Nachbarländern, wie dem Tschad oder dem Südsudan, haben Hunderttausende Menschen Zuflucht gefunden. Dort sei die Lage schon bisher schwierig gewesen, nun drohe eine weitere Verschärfung der Not.

UN-Ernährungsprogramm erwartet 40 Prozent weniger Geld

Köln - Die Einschnitte bei der Entwicklungshilfe haben nach den Worten von Martin Frick, Leiter des Berliner Büros des UN-Welternährungsprogramms (WFP), unmittelbare Folgen für Bedürftige. „Irgendwann ist der Laib Brot so dünn geschnitten, dass eigentlich nichts mehr übrig bleibt“, sagte Frick zur Kürzung von Essensrationen am Montag im Deutschlandfunk. Zum Teil würden die Rationen schon seit 2022 gekürzt, seitdem die Mittel kontinuierlich und inzwischen immer schneller zurückgingen.

Kongo und Ruanda unterzeichnen Friedensabkommen

Nairobi - Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda haben ein Friedensabkommen unterzeichnet. Bei einer Zeremonie am Freitagabend (Ortszeit) in Washington unterschrieben die Außenminister das mit Hilfe der US-Regierung verhandelte Abkommen. Die Leiterin der UN-Mission im Kongo (Monusco), Bintou Keita, begrüßte die diplomatischen Fortschritte zur Lösung des Konflikts, der Anfang des Jahres eskaliert war, berichtet der UN-finanzierte Radiosender Okapi am Samstagmorgen.

Bundestag beschließt Aussetzung des Familiennachzugs

Berlin - Der Familiennachzug für eine bestimmte Flüchtlingsgruppe wird ausgesetzt. Nach hitziger Debatte stimmte der Bundestag am Freitag diesem Vorhaben der schwarz-roten Koalition zu. Für zwei Jahre soll das Kontingent für Angehörige von in Deutschland lebenden Flüchtlingen mit subsidiärem Schutz nicht mehr erfüllt werden. Betroffen sind vor allem Menschen aus Syrien, die ab 2015 in der Regel den eingeschränkten Schutzstatus bekommen haben.

Brasilien entschädigt Familie von ermordetem Journalisten

Berlin/São Paulo - Der brasilianische Staat hat die Verantwortung für die Ermordung des jüdischen Journalisten und Dissidenten Vladimir Herzog während der Militärdiktatur übernommen. Fast 50 Jahre nach dessen Tod bat der Generalbundesanwalt Jorge Messias Herzogs Familie am Donnerstag (Ortszeit) um Entschuldigung, wie die Zeitung „Folha de São Paulo“ berichtete. Die Angehörigen erhielten demnach eine Entschädigung von drei Millionen Reais (rund 448.000 Euro).

Anschlag auf Juden in Argentinien: Prozess nach mehr als 30 Jahren

Santiago/Buenos Aires - Mehr als 30 Jahre nach dem Bombenanschlag auf das jüdische Kulturzentrum AMIA in Buenos Aires soll zehn Angeklagten in Abwesenheit der Prozess gemacht werden. Wie die Tageszeitung „La Nación“ am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, entschied der Bundesrichter Daniel Rafecas, ein entsprechendes Verfahren einzuleiten. Ziel sei es, die Ereignisse des 18.

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