Kolumbiens Außenministerin Laura Sarabia tritt zurück

Santiago/Bogotá - Kolumbiens Außenministerin Laura Sarabia tritt von ihrem Amt zurück. In einer am Donnerstagmorgen (Ortszeit) über die Plattform X verbreiteten Erklärung begründete die enge Vertraute von Präsident Gustavo Petro den Schritt mit „tiefgreifenden politischen Differenzen“. Petro gehe in eine Richtung, die sie nicht mittragen wolle, erklärte die 31-Jährige.

EKD-Ratsvorsitzende: Nicht nur in Verteidigung investieren

Brüssel - Europäische Investitionen dürfen sich nach Ansicht der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, nicht auf die Verteidigungspolitik beschränken. „Bei allen geopolitischen Unsicherheiten und wirtschaftlichen Umbrüchen sollte der Fokus nicht allein auf Sicherheit, Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit liegen“, sagte die Theologin am Mittwochabend beim Sommerempfang der EKD in Brüssel.

Alabali Radovan: US-Entwicklungshilfe-Stopp gefährdet viele Menschen

Berlin - Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) warnt mit drastischen Worten vor den Folgen der Auflösung der US-Entwicklungsbehörde USAID. „Bis zu 14 Millionen Menschen könnte der abrupte Rückzug der USA aus der Entwicklungszusammenarbeit bis 2030 das Leben kosten, darunter 4,5 Millionen Kinder“, erklärte Alabali Radovan am Mittwochabend in Berlin. Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio verkündet, dass USAID geschlossen wird.

Klimaziel: EU will Emissionen bis 2040 um 90 Prozent mindern

Brüssel, Berlin - Die EU-Kommission will die Treibhausgasemissionen in Europa bis 2040 um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 senken. Den Vorschlag für ein entsprechendes, verbindliches Zwischenziel legte sie am Mittwoch in Brüssel vor. „Da die europäischen Bürger zunehmend die Auswirkungen des Klimawandels spüren, erwarten sie, dass Europa handelt“, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten müssen dem Ziel noch zustimmen.

Kindernothilfe ruft Politik zu mehr Einsatz für Kinder auf

Duisburg - Die Kindernothilfe hat mehr Einsatz der Politik für die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen gefordert. „Wir sehen mit Sorge, dass sich viele Staaten - auch Deutschland - zunehmend aus ihrer internationalen Verantwortung zurückziehen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Hilfsorganisation, Katrin Weidemann, am Dienstag in Duisburg. Während die Bundesregierung plane, die Verteidigungsausgaben bis 2029 jährlich zu erhöhen, würden Gelder für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit gekürzt.

Kenia erlässt Protest-Opfern Kosten für medizinische Behandlung

Nairobi/Dakar - Verletzten bei den Protesten gegen Polizeigewalt in Kenia werden die Kosten für die ärztliche Behandlung erlassen. Dies kündigte Gesundheitsminister Aden Duale nach Berichten der Nachrichtenseite „Switch Media“ vom Dienstag an. Bei den Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmenden alleine in der Hauptstadt Nairobi in der vergangenen Woche waren die Sicherheitskräfte mit Tränengas, Wasserwerfern und scharfer Munition auf die Menschen losgegangen. Dabei wurden 19 Personen getötet und mindestens 400 verletzt.

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