Experte: Nach Friedensschluss noch keine Lösung für Ostkongo in Sicht

Nairobi/Kinshasa - Im Ostkongo zeichnet sich laut dem Politikwissenschaftler Fred Bauma nach dem Friedensabkommen zwischen Kongo und Ruanda noch keine Lösung des Konflikts ab. Die von den M23-Rebellen seit Januar installierte Lokalverwaltung werde ausgebaut, sagte der Leiter der kongolesischen Denkfabrik Ebuteli dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Mit 92 Jahren: Kameruns Präsident Biya kandidiert erneut zur Wahl

Nairobi, Yaoundé - Kameruns Präsident Paul Biya tritt im Oktober erneut zur Wahl an. Dies kündigte der 92-jährige Staatschef am Sonntagabend auf der Internetplattform X an. Er sei entschlossen, Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden, schrieb Biya, der seit mehr als 40 Jahren an der Spitze des zentralafrikanischen Landes steht.

Biya wird vorgeworfen, mehrere Wahlen zu seinen Gunsten gefälscht zu haben. Er ist seit 1982 Präsident Kameruns und damit der am längsten amtierende Staatschef auf dem afrikanischen Kontinent.

Unicef warnt vor Zunahme von Mangelernährung bei Kindern im Sudan

Frankfurt a.M./Port Sudan (epd). Unicef schlägt wegen der steigenden Zahl hungernder Kinder im Sudan Alarm. In Teilen des nordostafrikanischen Landes spitze sich die Hungerkrise „dramatisch“ zu, teilte das UN-Hilfswerk am Freitag in Port Sudan mit und verwies auf Daten, denen zufolge immer mehr Kinder in der Darfur-Region wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden. Besorgt äußerte sich auch die Kinderrechtsorganisation „Save the Children“.

Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik legen Waffen nieder

Nairobi/Bangui (epd). Zum Inkrafttreten eines Friedensabkommens haben zwei Rebellengruppen in der Zentralafrikanischen Republik ihre Waffen niedergelegt. Wie der französische Sender RFI berichtete, sollte die Vereinbarung ab Freitag gelten. Bereits am Donnerstag legten demnach die führenden Generäle der Rebellengruppen R3 und UPC deshalb symbolisch ihre Kalaschnikows in Anwesenheit von Präsident Faustin-Archange Touadéra nieder. 5.000 weitere Mitglieder der Rebellengruppen sollen ihre Waffen abgeben und in die Armee integriert werden.

40 Jahre "Live Aid": "Gebt mir das Geld"

Frankfurt a.M. (epd). „Es ist zwölf Uhr mittags in London und sieben Uhr morgens in Philadelphia. Und rund um die Welt ist es Zeit für 'Live Aid'!“ Legendär ist die Ansage für das größte Musikspektakel aller Zeiten am 13. Juli 1985: Pop- und Rockstars wie Bryan Adams, Madonna und David Bowie stiegen auf die Bühne, um bei der Benefiz-Show „Live Aid“ Spenden zu sammeln für die Menschen in Äthiopien, die von einer Hungersnot betroffen waren. Die Auftritte, die abwechselnd in der britischen Hauptstadt und in Philadelphia in den USA stattfanden, wurden über Satelliten übertragen.

"Drunken Lectures" in Nairobi - Gemeinsam lernen in der Bar

Nairobi (epd). Mit Graffiti verzierte Matatu-Busse, unzählige Autos, Motorradtaxis und Lkw schieben sich an einem Montagabend über eine der zentralen Kreuzungen in Kenias Hauptstadt Nairobi. Am Straßenrand haben Verkäufer zur Rushhour kleine Stände aufgebaut. Wenige Meter entfernt versammeln sich junge Erwachsene, die dem Trubel entkommen wollen, im „Beer District“.

Unaids mahnt im Kampf gegen HIV globale Solidarität an

Frankfurt a.M., Johannesburg - Bei der Bekämpfung von HIV und Aids drohen laut dem UN-Hilfsprogramm Unaids wegen einer „historischen Finanzierungskrise“ Rückschläge. Es habe seit Beginn des Jahres „erhebliche Einschnitte“ gegeben, sagte Unaids-Exekutivdirektorin Winnie Byanyima am Donnerstag im südafrikanischen Johannesburg zur Veröffentlichung des „Global Aids Update 2025“.

Angesichts ausbleibender Gelder rief Byanyima zu mehr Solidarität auf: Reiche Länder müssten ihre Unterstützung aufrechterhalten, „um eine globale Gesundheitsbedrohung zu beenden“.

Mehr Menschen aus Afghanistan klagen auf Aufnahme in Deutschland

Berlin - Nach dem juristischen Erfolg einer Familie aus Afghanistan wollen andere Menschen aus dem Land ihre Aufnahme in Deutschland einklagen. Wie die Organisation Kabul Luftbrücke am Donnerstag in Berlin mitteilte, hätten etwa 25 weitere Schutzsuchende Klagen auf Erteilung von Visa eingereicht. Auch sie würden trotz deutscher Aufnahmezusagen in Pakistan ausharren, erklärte die Organisation, die bereits Ende Juni eine erste Klagewelle von betroffenen Afghaninnen und Afghanen unterstützt hatte.

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