Rohstoffe

Der Irankrieg zeigt einmal mehr, wie abhängig die globale Ernährung von fossiler Energie, Chemie und Logistik ist. Höchste Zeit, arme Länder von Dünger- und Nahrungsimporten zu entkoppeln und auf agrarökologische, krisenresistente Landwirtschaft zu setzen.
Ende Januar hat der Schweizer Bundesrat eine neue Strategie zur Bekämpfung von Korruption veröffentlicht. Sie verbessert einiges im Kampf gegen die Korruption Schweizer Unternehmen im Ausland, lässt aber eine entscheidende Frage offen.
Kobalt, Kupfer, Coltan: Afrika ist reich an Rohstoffen, aber davon hat es nicht viel. Die Minera­lien werden roh verkauft, die Wertschöpfung findet woanders statt. Die Rohstoffex­porteure des Kontinents müssen sich besser untereinander abstimmen, um das zu ändern.
Die Energiewende ist ohne Landraub und großflächige Umweltzerstörung möglich, so eine von Greenpeace beauftragte Studie: mit mehr Kreislaufwirtschaft und einen gezielteren Einsatz von Mineralien.
Ohne Coltan keine Handys - davon profitieren auch Rebellengruppen im Osten des Kongo. Sie verdienen Millionen an den Rohstoffen der Region - auf Kosten der Bevölkerung.
Die USA wollen Bodenschätze am Meeresgrund abbauen, obwohl das gegen internationales Recht verstößt. Schweizer Firmen wollen daran mitverdienen, und die Regierung lässt sie gewähren.
In der Schweiz fließen drei Viertel der Mehreinnahmen aus der globalen Mindeststeuer an die Kantone. Die wollen sie nun für Subventionen an Firmen verwenden, also einen Standortwettbewerb zulasten der Staatskassen – auch im Süden.
Die Europäische Union verschiebt ihre Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten um ein weiteres Jahr. Die Kaffeebauern in Uganda finden die Verordnung prinzipiell gut und stellen sich bereits auf die neuen Vorgaben ein. Etwas mehr Zeit dafür ist ihnen aber auch willkommen.
Surat im indischen Bundesstaat Gujarat gilt als Diamantenstadt, weil dort der größte Teil der weltweit verarbeiteten Rohdiamanten geschliffen und poliert wird. Nun schrumpft die Industrie beträchtlich; etliche Diamantenarbeiter nehmen sich aus Verzweiflung das Leben.

Zwischen Dürre, Schädlingen und Terror: Kameruns Baumwollbauern organisieren sich selbst, um zu überleben. Gerade im Norden des Landes wächst vor den kommenden Wahlen der Wunsch nach politischer Mitsprache.
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