Hunger
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SDG 2: Gemeinsam gegen den Fischverlust 

In Indonesien kämpfen Regierung, Unternehmen, Fischer und NGOs zusammen für mehr frischen Fisch auf dem Teller.

Nachernteverluste betreffen nicht nur Kleinbauern in Afrika, deren Obst und Gemüse verrottet, weil es nicht ausreichend gekühlt oder gelagert werden kann. In Indonesien gehen pro Jahr etwa 15 bis 25 Prozent der gefangenen kleinen Thunfische (Tongkol) „verloren“, das entspricht etwa 75.000 bis 125.000 Tonnen pro Jahr. Denn auch dort fehlt es an Kühlmöglichkeiten, Elektrizität, Transport- und Lagerkapazitäten. Da dieser Fisch bei der Bevölkerung sehr beliebt ist, führt der Verlust dazu, dass vor allem Kinder und Schwangere zu wenig Eiweiß über die Ernährung zu sich nehmen. Das kann die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen. 

Um die Fischverluste zu reduzieren, hat die gemeinnützige Stiftung GAIN (Global Alliance for Improved Nutrition) im Januar 2018 das I-PLAN-Programm in Indonesien gestartet. I-PLAN ist die Abkürzung für „Indonesian Post Harvest Loss Alliance for Nutrition”. Dieser Allianz gehören laut GAIN inzwischen 400 Mitglieder aus 12 indonesischen Provinzen an: Mehr als 70 Prozent von ihnen sind Fischer, Fischhändler und fischverarbeitende Betriebe. Allein diese hohe Zahl der vertretenen Fischer nennt GAIN schon einen großen Erfolg, da diese durch I-PLAN als Kollektiv sichtbar würden und so ihrer Stimme bei Regierung und Behörden mehr Gewicht verleiht. 

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erschienen in Ausgabe 7 / 2020: Der Plan für die Zukunft?

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