Hilfsbündnis: Humanitäre Helfer besser schützen

Bonn - Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ dringt auf einen besseren Schutz für humanitäre Helferinnen und Helfer. Im Jahr 2022 seien weltweit 439 von ihnen Opfer von gewaltsamen Angriffen gewesen, erklärte das Bündnis von mehr als 20 deutschen Hilfsorganisationen am Mittwoch in Bonn mit Blick auf den Welttag Humanitärer Hilfe am 19. August. 115 Helferinnen und Helfer seien dabei getötet worden. Die Zahl der Entführungen unter den Einsatzkräften habe mit 185 um fast 60 Prozent höher gelegen als im Jahr zuvor.

Uganda hält an Anti-LGBTQ-Gesetz fest

Kampala - Trotz internationalen Drucks hält Uganda an seinem harschen Anti-LGBTQ-Gesetz fest. Das Land werde wegen Budgetkürzungen nicht zusammenbrechen, betonte der stellvertretende Parlamentssprecher Thomas Tayebwa mit Blick auf die Streichung von Weltbankzahlungen als Reaktion auf das im Mai verabschiedete Gesetz, wie die Zeitung „Daily Monitor“ am Mittwoch berichtete.

Sorge um Ortskräfte in Mali und Niger

Berlin - Das Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte vermisst in Ländern wie Mali und Niger Notfallpläne für den Umgang mit den lokal Beschäftigten bei deutschen Institutionen. „Wenn Deutsche evakuiert werden müssen und die Ortskräfte zurückbleiben, dann haben wir aus Afghanistan nichts gelernt“, sagte der Vorsitzende Marcus Grotian dem Evangelischen Pressedienst (epd). Doch diese Situation zeichne sich derzeit wieder ab. 

Hochrangige UN-Vertreter rufen zum Frieden im Sudan auf

Frankfurt a.M./Genf - Vier Monate nach der Eskalation der Gewalt im Sudan haben mehrere hochrangige UN-Vertreter ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert. Die Bevölkerung sei in einen Krieg verwickelt, der ihr Leben und ihr Heimatland zerstöre, heißt es in einer am Dienstag in Genf verbreiteten Erklärung, die unter anderem von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk und dem Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, unterzeichnet wurde.

Initiative fordert Unterstützung für afghanische Online-Universität

Wiesbaden - Wegen fehlender Finanzierung kann eine Exil-Online-Universität für afghanische Studierende auch zwei Jahre nach der Rückkehr der Taliban die Arbeit nicht aufnehmen. Die Bundesregierung und die EU-Kommission prüften seit eineinhalb Jahren, reagierten aber nicht, sagte der Initiator der „Afghanistan Online University“, Kambiz Ghawami, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Wiesbaden. Dabei habe das EU-Parlament im April 2022 die EU-Kommission zur Unterstützung aufgefordert. Jede Woche gingen 30 bis 40 Studienanfragen von Afghaninnen und Afghanen ein.

Kongo: 19 Menschen bei Angriffen der ADF-Miliz getötet

Kampala/Goma - In der Demokratischen Republik Kongo sind laut lokalen Medien binnen zwei Wochen 19 Menschen von der ADF-Miliz getötet worden. Wie der UN-finanzierte Sender Radio Okapi am Dienstag berichtete, ereigneten sich die Angriffe rund um die Stadt Beni in der östlichen Provinz Nord-Kivu. Bei der jüngsten Attacke der islamistischen Miliz am Sonntag kamen drei Bauern ums Leben, berichtete das Nachrichtenportal „Actualité CD“. Die Angreifer gingen immer nach demselben Muster vor und richteten die Menschen entweder mit Macheten oder Schüssen hin.

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