Afrikanische Union suspendiert Niger wegen Putsch

Nairobi, Niamey - Die Afrikanische Union (AU) hat den Niger nach dem Putsch vergangenen Monat vorerst ausgeschlossen. Die Mitgliedschaft des westafrikanischen Landes sei bis zur Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung ausgesetzt, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung der AU. Darin bezieht sich der afrikanische Staatenbund auf Beschlüsse seines Rates für Frieden und Sicherheit aus der vergangenen Woche.

UN: Über 200 frühere Beamte und Soldaten in Afghanistan getötet

Frankfurt a.M., Kabul - In Afghanistan sind mindestens 218 frühere Regierungsmitglieder und Sicherheitskräfte von den Taliban seit deren Machtübernahme getötet worden. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der UN-Mission in Afghanistan (Unama) hervor. Diese Verbrechen verletzten die Amnestie, die die Islamisten nach ihrer Machtübernahme im August 2021 ehemaligen Beamten und Sicherheitskräften zugesichert hatten, kritisierten die UN. 

Ecuadorianer stimmen für Stopp der Ölförderung im Nationalpark

Berlin/Quito - Ecuador hat in einem historischen Volksentscheid für den Stopp der Ölförderung im Yasuní-Nationalpark gestimmt. 59,31 Prozent der Wählerinnen und Wähler votierten für ein Ende der Förderung in einem der größten Ölfelder des Landes, wie die Nationale Wahlbehörde CNE am Montag (Ortszeit) mitteilte. Ausgezählt waren 98 Prozent der Stimmen. Die Volksabstimmung fand zusammen mit den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am Sonntag statt. Der Yasuní-Nationalpark im Amazonas-Gebiet hat die weltweit größte Artenvielfalt.

Unicef sieht Versorgung von Kindern durch Krise im Niger gefährdet

Köln - Nach dem Militärputsch im Niger warnt das UN-Kinderhilfswerk Unicef vor den Folgen der Krise für das Leben von Millionen Kindern. Die Situation sei eine zusätzliche Belastung für die ohnehin schon katastrophale humanitäre Lage, teilte Unicef Deutschland am Montag in Köln mit. Gegenwärtig seien mehr als zwei Millionen Kinder von der Krise betroffen und benötigten dringend Hilfe.

Antikorruptionskandidat gewinnt Präsidentenwahl in Guatemala

Berlin, Guatemala-Stadt - Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Guatemala hat der Kandidat der Antikorruptionspartei das Rennen gemacht. Bernardo Arévalo vom "Movimiento Semilla" setzte sich nach Angaben der Obersten Wahlbehörde am Sonntag (Ortszeit) mit 58 Prozent der Wählerstimmen gegen Sandra Torres von der zentralistischen UNE-Partei durch, die 37,2 Prozent der Stimmen erhielt. Nach Angaben der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verlief die Wahl ohne größere Zwischenfälle. Die Wahlbehörde hat fünf Tage Zeit, um das amtliche Wahlergebnis zu verkünden. Am 14.

Bericht: Saudische Sicherheitskräfte töten Hunderte Migranten

Frankfurt a.M./London - „Human Rights Watch“ (HRW) wirft Saudi-Arabien die Tötung Hunderter äthiopischer Migranten vor. Einem am Montag in London vorgestellten Bericht zufolge versuchten die Flüchtlinge und Migranten aus dem Jemen ins benachbarte Saudi-Arabien zu kommen. Demnach sollen Grenzwächter die Menschen auch mit Explosivwaffen beschossen haben.

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