Amnesty: Kriegsverbrechen durch eritreische Truppen in Äthiopien

Frankfurt/Nairobi/Addis Abeba - Eritreische Soldaten haben laut Amnesty International auch nach dem Friedensschluss Kriegsverbrechen in der äthiopischen Region Tigray verübt. Die Militärs hätten auch im Anschluss an die Vereinbarung von November weiter Zivilisten ermordet, Frauen vergewaltigt und versklavt sowie Dörfer geplündert, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in Nairobi bei der Veröffentlichung eines Berichts. Die Studie dokumentiert Verbrechen bis Anfang 2023.

Kolumbien: Einigung auf humanitäre Zonen bei Friedensgesprächen

Bogotá/Caracas - Bei Friedensgesprächen haben sich die kolumbianische Regierung und die ELN-Guerilla auf die Einrichtung sogenannter humanitärer Zonen geeinigt. Wie die Verhandlungsparteien zum Abschluss ihrer vierten Gesprächsrunde in Venezuelas Hauptstadt Caracas am Montag (Ortszeit) mitteilten, soll dadurch unter anderem die Umsetzung von Entwicklungsvorhaben gewährleistet werden. Die drei Zonen liegen hauptsächlich im Nordwesten des Landes. Anfang August war ein sechsmonatiger Waffenstillstand zwischen der Regierung und der ELN-Guerilla in Kraft getreten.

Grüne kritisieren Einsparungen bei Entwicklungsetat

Hannover - Die entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Deborah Düring, hat die geplanten Kürzungen der Bundesregierung im Etat von Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) kritisiert. „Wenn wir eines aus der Zeitenwende lernen können, dann dass wir mehr in die Linderung und Prävention von globalen Krisen investieren müssen und nicht weniger“, sagte sie dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Montag). „Leider ist diese Erkenntnis noch nicht in den aktuellen Haushaltsentwurf durchgedrungen.“

Experte fordert mehr privates Geld für Klimaanpassung in Afrika

Frankfurt/Nairobi - Zur Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Afrika braucht es laut dem Experten Jonathan First deutlich mehr private Investitionen. „Afrika ist wichtig, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht“, sagte der Investmentbanker und Berater des Thinktanks Climate Policy Initiative (CPI) dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Deswegen muss es auch genug Geld geben, um das zu finanzieren“.

Brasilien: Oberstes Gericht ringt um Gesetz zu Indigenen-Landrechten

Berlin/São Paulo - Der Oberste Gerichtshof in Brasilien ringt weiter um ein Gesetz zu Landrechten von indigenen Gemeinschaften. Bislang stimmten von elf Richterinnen und Richtern vier gegen und zwei für die sogenannte Stichtagsregelung, wie das Nachrichtenportal „G1“ am Donnerstagabend (Ortszeit) berichtete. Das Gesetz, das noch aus der Regierungszeit des Rechtsextremen Jair Bolsonaro stammt, sieht eine massive Einschränkung der Landrechte der Urvölker vor. Der frühere Präsident wollte damit die wirtschaftliche Ausbeutung des Amazonas-Regenwaldes vorantreiben.

Klima: Wissenschaftler fordern Ende bisheriger "Politikmuster"

Berlin -Die Wissenschaftsvereinigung Scientists for Future (S4F) fordert angesichts der Klimakrise eine global ausgerichtete, überparteiliche Klimapolitik. Für die deutsche Klimapolitik fehle bislang ein Gesamtkonzept, heißt es in dem am Freitag in Berlin veröffentlichen Aufruf von mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Gebraucht werde deshalb eine überparteiliche Initiative, die „über das traditionelle, kurzsichtige und von parteipolitischen Interessengruppen geprägte Handeln hinausgeht“.

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