Interreligiöser Friedensappell: "Es ist an der Zeit, Mut zu zeigen"
Berlin - Mit einer Botschaft von Papst Franziskus und einem Friedensappell ist am Dienstag in Berlin das internationale Friedenstreffen der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio zu Ende gegangen. Nach zahlreichen Friedensgebeten an vielen Orten Berlins hatten sich am Abend etwa 1.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor versammelt, um den Worten Franziskus zu lauschen und einen Friedensgruß in die Welt zu senden. In einer Schweigeminute wurde der Opfer von Kriegen gedacht.
Scholz kündigt Treffen des "Compact with Africa" in Berlin an
Berlin - In Berlin soll es im November ein erneutes Treffen der Initiative „Compact with Africa“ geben. Dazu würden viele afrikanische und G20-Länder erwartet, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag in Berlin. Deutschland und Europa müssten sich verantwortlich fühlen für eine gute Entwicklung des Nachbarkontinents, sagte Scholz, der bei dem Friedenstreffen der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio von einer Teilnehmerin nach der Zukunft des „Compact with Africa“ gefragt wurde.
Philippinen: Journalistin Ressa freigesprochen
Frankfurt a.M., Manila - Die Journalistin und Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa ist auf den Philippinen im fünften Verfahren wegen Steuerhinterziehung freigesprochen worden. Damit endeten vier Jahre und zehn Monate Verhandlungen nach der Anklage im November 2018 durch die Regierung des früheren Präsidenten Rodrigo Duterte, schrieb das von Ressa gegründete und geleitete Nachrichtenportal „Rappler“ am Dienstag.
Kolumbien: Ausbreitung von Koka-Anbaugebieten verlangsamt sich
Frankfurt a.M., Bogotá - In Kolumbien hat sich die Ausbreitung des Koka-Anbaus verlangsamt. 2022 nahm die Fläche für den Anbau der Koka-Pflanze um 13 Prozent auf insgesamt 230.000 Hektar zu, wie das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (Unodc) am Montag (Ortszeit) mitteilte. Im Jahr davor war die Fläche demnach um 43 Prozent gewachsen. Mit der Ernte aus der Anbaufläche von 2022 lassen sich den kolumbianischen Behörden und den UN zufolge über 1.700 Tonnen Kokain herstellen.
Bergbau im Kongo: Amnesty dokumentiert Vertreibungen und Gewalt
Berlin - Amnesty International hat die Menschenrechtsrechtsverletzungen beim Abbau von Kupfer und Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo angeprangert. Im Zuge der Ausweitung industrieller Minen habe es rechtswidrige Zwangsräumungen und Gewalt gegen Anwohnerinnen und Anwohner gegeben, erklärte die Organisation am Dienstag in Berlin zur Veröffentlichung eines Berichts.
Chile gedenkt der Opfer des Militärputsches vor 50 Jahren
Berlin/Santiago de Chile - In Chile haben Tausende Menschen am 50. Jahrestag des Militärputsches der Opfer der Pinochet-Diktatur gedacht. Präsident Gabriel Boric erinnerte am Montag (Ortszeit) bei einer Gedenkveranstaltung im Präsidentenpalast La Moneda an all diejenigen, die 1973 die Verfassung und Demokratie verteidigt hätten, wie die Zeitung "El Mostrador" berichtete. Am 11. September vor 50 Jahren putschte das Militär unter Führung von General Augusto Pinochet und stürzte den rechtmäßig gewählten Präsidenten Salvador Allende.
EU stellt eine Million Euro für humanitäre Hilfe in Marokko bereit
Brüssel - Nach dem verheerenden Erdbeben in Marokko stellt die Europäische Union eine Million Euro für humanitäre Hilfe bereit. Es handle sich um eine erste Finanzierung, die Organisationen vor Ort für Hilfs- und Rettungsmaßnahmen zukommen soll, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. Damit sollten die am stärksten betroffenen Menschen unterstützt werden.
Anti-Apartheid-Kämpfer Mangosuthu Buthelezi gestorben
Frankfurt am Main/Pretoria - Der südafrikanische Anti-Apartheid-Kämpfer Mangosuthu Buthelezi ist tot. Der Gründer und Langzeit-Vorsitzende der südafrikanischen Zulu-Partei Inkatha Freedom Party (IFP) und spätere Innenminister unter Nelson Mandela sei am frühen Samstagmorgen im Alter von 95 Jahren gestorben, erklärte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa.