Amnesty verurteilt Vertreibungen um Angkor-Wat-Tempel in Kambodscha

Frankfurt a.M. - Phnom Penh. Die Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha ist laut Amnesty International Schauplatz gravierender Menschenrechtsverbrechen. Die kambodschanische Regierung vertreibt demnach Tausende Familien, die in der Umgebung des Weltkulturerbes leben. Zwar bezeichneten die Behörden die Umsiedlungen als freiwillig, doch die Anwohner hätten von Drohungen und massivem Druck berichtet, wenn sie nicht gehen. „Das sind Zwangsräumungen in einem riesigen Ausmaß“, kritisierte die Amnesty-Expertin Ming Yu Hah.

Rotes Kreuz: Mehr als 500 bewaffnete Gruppen weltweit aktiv

Genf -  Die Zahl der nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen hat sich laut dem Roten Kreuz in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Mehr als 500 Milizen seien im Jahr 2022 aktiv gewesen, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf mit. Unter der Kontrolle dieser Gruppen hätten schätzungsweise 175 Millionen Menschen gelebt.
 
Die Milizen gäben aus humanitärer Perspektive Anlass zur Sorge, hieß es.

welt-sichten update: Sind westliche Geber bei der Friedensförderung gescheitert?

Friedensförderung in fragilen Staaten beruht seit langem auf der Theorie: Es bringt Frieden, wenn man Staaten dabei unterstützt, das Gewaltmonopol zu behaupten und zugleich Dienstleistungen wie etwa Gesundheitsversorgung bereitzustellen, mit denen sie sich legitimieren. Doch die Versuche westlicher Geber, in fragilen Staaten Wirtschaftswachstum und einen stabilen Staat zu fördern, sind gescheitert.

UN-Gericht soll staatlichen Schutz gegen Klimawandel begutachten

New York, Genf - Die UN-Vollversammlung hat beim Internationalen Gerichtshof ein Gutachten über den Klimawandel in Auftrag gegeben. Das höchste UN-Gericht solle die staatlichen Verpflichtungen zum Schutz der derzeitigen und künftigen Generationen vor den verheerenden Folgen der Erderwärmung klären, hieß es in einer am Mittwoch in New York angenommenen Resolution der Vollversammlung. 

GIZ stellt Auswertung ihrer Entwicklungsprojekte vor

Berlin - Die Entwicklungszusammenarbeit steht nach Einschätzung von Staatssekretär Jochen Flasbarth vor zunehmenden Herausforderungen. Mit der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gebe es große „externe Schocks“, sagte der Entwicklungs-Staatssekretär am Mittwoch bei der Vorstellung des Evaluierungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Berlin. Ärmere Gesellschaften könnten sich schlechter auf diese Situation einstellen.

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