"Ärzte ohne Grenzen" rettet 55 Flüchtlinge im Mittelmeer

Frankfurt a.M. - Die Einsätze privater Seenotretter auf dem Mittelmeer dauern an. Wie die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ am Donnerstag mitteilte, rettete ihr Schiff, die „Geo Barents“, 55 Flüchtlinge und Migranten. Unter den Überlebenden seien 43 unbegleitete Minderjährige, schrieb die Organisation auf der Plattform X, ehemals Twitter. In der vergangenen Woche hatten private Initiativen Hunderte Menschen vor dem Ertrinken gerettet.

Misereor fordert Zurückhaltung in Niger

Berlin/Aachen - Das katholische Hilfswerk Misereor hat die internationale Gemeinschaft nach dem Putsch in Niger zur Zurückhaltung aufgerufen. Unangemessene Einmischung müsse vermieden werden, forderte die Hilfsorganisation am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichts. Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel sagte bei der Vorstellung der Zahlen für 2022: „Wir sollten es aushalten, dass Länder ihre Souveränität ausüben und nach eigenen Lösungen für ihre inneren Widersprüche suchen.“

Bericht: Dutzende Frauen in sudanesischer Darfur-Region vergewaltigt

Nairobi - Menschenrechtler werfen der RSF-Miliz die Vergewaltigung Dutzender Frauen und Mädchen in der sudanesischen Darfur-Region vor. Die Kämpfer gingen dabei offenbar gezielt gegen Angehörige der Masalit-Volksgruppe sowie Aktivistinnen vor, erklärte die Organisation „Human Rights Watch“ (HRW) am Donnerstag in Nairobi. Seit der jüngsten Eskalation der Gewalt im Sudan Mitte April gibt es aus der Region immer wieder Berichte über brutale Verbrechen an der Zivilbevölkerung. 

Die Bahrain-Afrika-Connection im Spitzensport

am Sonntag ist das Finale der Frauen-Fußball-WM. Dann entscheidet sich, ob die Spanierinnen oder Engländerinnen den Pokal mit nach Hause nehmen. Zugegeben, im Fußball spielt der kleine Golfstaat Bahrain keine bedeutende Rolle, anders sieht es aber zum Beispiel in der Leichtathletik aus. Hier haben Sportlerinnen und Sportler, die unter der Flagge des arabischen Königreichs angetreten sind, schon einige Goldmedaillen gewonnen. Doch diese Spitzensportler sind nicht in Bahrain geboren, sondern nur dort eingebürgert; sie stammen eigentlich aus Marokko, Äthiopien, Kenia oder Somalia.

Hilfsbündnis: Humanitäre Helfer besser schützen

Bonn - Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ dringt auf einen besseren Schutz für humanitäre Helferinnen und Helfer. Im Jahr 2022 seien weltweit 439 von ihnen Opfer von gewaltsamen Angriffen gewesen, erklärte das Bündnis von mehr als 20 deutschen Hilfsorganisationen am Mittwoch in Bonn mit Blick auf den Welttag Humanitärer Hilfe am 19. August. 115 Helferinnen und Helfer seien dabei getötet worden. Die Zahl der Entführungen unter den Einsatzkräften habe mit 185 um fast 60 Prozent höher gelegen als im Jahr zuvor.

Uganda hält an Anti-LGBTQ-Gesetz fest

Kampala - Trotz internationalen Drucks hält Uganda an seinem harschen Anti-LGBTQ-Gesetz fest. Das Land werde wegen Budgetkürzungen nicht zusammenbrechen, betonte der stellvertretende Parlamentssprecher Thomas Tayebwa mit Blick auf die Streichung von Weltbankzahlungen als Reaktion auf das im Mai verabschiedete Gesetz, wie die Zeitung „Daily Monitor“ am Mittwoch berichtete.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!