Hilfsorganisation beklagt schwindende Aufmerksamkeit für Afghanistan

Frankfurt a.M., Kabul - Zwei Jahre nach der Machtergreifung der Taliban droht das Leid der afghanischen Bevölkerung laut der Hilfsorganisation IRC in Vergessenheit zu geraten. „Afghanistan ist in vielerlei Hinsicht vom Radar verschwunden“, sagte die IRC-Sprecherin in Kabul, Samira Sayed Rahman, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Hilfsprogramme seien stark unterfinanziert, obwohl sich die Krise in dem Land seit der Rückkehr der Taliban stark verschlechtert habe.

Schulze hält Rückkehr des Niger zur Demokratie für möglich

Köln - Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hofft weiter auf eine Rückkehr des Niger zur Demokratie. Sie sei sehr froh, dass der westafrikanische Staatenbund Ecowas weiterhin friedliche Lösungen in den Mittelpunkt stelle, sagte Schulze am Freitag im Deutschlandfunk. „Bei diesem Putsch ist bisher noch niemand ums Leben gekommen“, betonte die SPD-Politikerin. Sie sehe immer noch die Möglichkeit für friedliche Lösungen, wenn der internationale Druck groß genug sei.

Afghanistan-Expertin: Laute Rufe nach roten Linien kontraproduktiv

Berlin - Laute Rufe nach roten Linien werden von den Menschen in Afghanistan nach Einschätzung der früheren Leiterin des Kabuler Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, Ellinor Zeino, als kontraproduktiv wahrgenommen. Sie sagte am Donnerstag bei einem Online-Gespräch, dass es vor Ort wenig nutze und manchmal sogar schade, wenn Frauenrechte oder die Rechte von Minderheiten als ausländische Agenda angesehen würden. Dies hätten ihr viele Gesprächspartner gesagt, auch aus der Zivilgesellschaft, betonte Zeino, die bis vor wenigen Tagen bei einem zweiwöchigen Besuch in dem Land am Hindukusch war.

Ecuador: Präsidentschaftskandidat Villavicencio erschossen

Berlin/Quito  - Eineinhalb Wochen vor den Präsidentschaftswahlen ist in Ecuador der Bewerber Fernando Villavicencio erschossen worden. Der 59-Jährige nahm an einer Wahlkampfveranstaltung in einer Schule in der Hauptstadt Quito teil, als die Schüsse fielen, wie die Tageszeitung „El Universo“ am Mittwochabend (Ortszeit) berichtete. Villavicencio war in Ecuador als investigativer Journalist bekannt, der vor allem die weitverbreitete Korruption kritisierte. Er soll mehrfach von Drogenkartellen bedroht worden sein.

Putschisten im Niger ernennen Regierungskabinett

Frankfurt a.M./Niamey - Etwa zwei Wochen nach ihrer Machtübernahme haben die Putschisten im Niger eine Regierung ernannt. Wie das Nachrichtenportal „ActuNiger“ am Donnerstag berichtete, soll sich das Kabinett aus Zivilisten und Militärangehörigen zusammensetzen. Kurz vor dem Treffen des regionalen Staatenbundes Ecowas zur Lage im Niger unternahmen die Militärs damit einen weiteren Schritt zur Festigung ihrer Macht.

Weltbank vergibt wegen Anti-Queer-Gesetz kein neues Geld an Uganda

Frankfurt a.M./Washington - Die Weltbank vergibt wegen des Anti-Homosexuellen-Gesetzes in Uganda vorerst keine öffentlichen Gelder mehr an das ostafrikanische Land. Die Finanzinstitution mit Sitz in Washington begründete die Entscheidung am Dienstag (Ortszeit) mit einem fundamentalen Verstoß gegen die eigenen Werte. Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten müssten in den von der Weltbank finanzierten Projekten vor Ausschluss geschützt sein.

Wenn in Nepal Antibiotika versagen

wenn Antibiotika nicht wirken, kann eine Lungenentzündung tödlich enden. Und Bakterien, die gegen viele Medikamente resistent sind, werden weltweit zu einem großen Problem – nicht zuletzt in armen Ländern wie Nepal. Laura Salm-Reifferscheidt hat sich dort die Folgen angeschaut. Sie schildert aber auch, wie junge Leute den Ursprung resistenter Keime erforschen, warum auch in Nepal viele mit Antibiotika zu sorglos umgehen und wie Menschen dort das zu ändern versuchen. Der Bericht macht klar: Das ist kein Problem nur für Fachleute, es geht alle an.

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