Fragile Staaten

Die Taliban wachen mit strengen Augen über jede Veröffentlichung - und jetzt fehlen auch noch wichtige Gelder aus dem Ausland. Journalisten in Afghanistan stehen unter großem Druck. Einer von ihnen sagt: "Manchmal schäme ich mich vor mir selbst."
In Mali und Burkina Faso können Islamisten immer wieder schwere Anschläge verüben. Doch für die Bevölkerung hat sich die Lage gebessert, und die meisten unterstützen das harte Vorgehen der Militärregierungen, berichtet Olaf Bernau.
Im Nordosten Nigerias erhebt der Islamische Staat Provinz Westafrika Steuern und bietet etwa Gesundheitsdienste, Agrarhilfen und eine Justiz. Das bringt ihm Legitimität, findet ein Forscher.
Seit rund 10 Jahren kämpfen im Jemen aufständische Huthi-Milizen gegen die international anerkannte Regierung. Viele Einwohner fliehen deshalb zeitweise aus ihren Dörfern. Wenn sie zurückkehren, machen ihnen Minen das Leben schwer.
Die Weltbank legt eine Bestandsaufnahme von extremer Armut und Not in fragilen Staaten und Ländern mit Gewaltkonflikten vor. Sie ist schonungslos, aber schematisch.
Als sich in Mali 2020 die Armee an die Macht putschte, begrüßte das ein Großteil der Bevölkerung. Die Menschen erhofften sich Erfolge im Kampf gegen bewaffnete Islamisten. Fast fünf Jahre später sind viele enttäuscht.
Kriminelle Banden haben den größten Teil von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince im Griff. Trotzdem gibt sich der Minister für Justiz und öffentliche Sicherheit nicht geschlagen.
Der Sturz des Diktators Bashar al-Assad hat in Syrien große Hoffnungen ausgelöst. Aber eine drückende Wirtschaftskrise und politische Instabilität prägen nun den Alltag.
Eigentlich hätte im Südsudan im Dezember gewählt werden sollen. Doch die Wahlen wurden erneut verschoben. Was die Gründe dafür sind, erklärt Marina Peter, Vorsitzende des Sudan und Südsudan Forum e.V.
Der Krieg im äthiopischen Bundesstaat Tigray ist zu Ende. Doch zur Ruhe kommt der Vielvölkerstaat nicht. Die Regierung kämpft gegen Aufstände in Amhara und Oromia. Menschenrechtler werfen ihr Kriegsverbrechen vor.
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