Verbrechen im Sudan: HRW will mit Recherchen Druck ausüben

Nairobi - Komplizierte Auflagen oder Verbote erschweren Menschenrechtlern laut der Expertin Laetitia Bader die Dokumentation und Aufklärung von Verbrechen in Konflikten. „Als Menschenrechtsorganisation ist vielfach unklar, was genau wir erfüllen müssen - wir sind weder Journalisten noch eine Hilfsorganisation“, sagte die Direktorin für das Horn von Afrika von „Human Rights Watch“ (HRW) dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Nairobi. Aber es sei wichtig, Straftaten zu dokumentieren, um internationale Aufmerksamkeit auf die Regionen zu lenken, betonte Bader.

Gefängnisaufstand in Kuba niedergeschlagen

Mexiko-Stadt, Havanna - Das kubanische Innenministerium hat am Freitag (Ortszeit) einen Aufstand in einem Hochsicherheitsgefängnis gemeldet. Nach dem „schweren Verstoß gegen die Strafvollzugsordnung“ im Gefängnis von Canaleta hätten Beamte die Ordnung „mit Entschlossenheit wiederhergestellt“, teilte das Ministerium auf seinem Facebook-Account mit. Über Verletzte oder Tote machte die Regierung keine Angaben.

Dürre und gekürzte Hilfe: WFP warnt vor Hungerkrise in Somalia

Nairobi/Mogadischu - Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor dem Kollaps seiner Programme in dem von Dürre und Hunger geplagten Somalia. Kürzungen der Hilfsgelder aus den USA und anderen Ländern brächten die UN-Agentur an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, hungernde Menschen mit lebenswichtiger Nahrungsmittelhilfe zu erreichen, erklärte das WFP am Freitag. Sowohl Wasser als auch Lebensmittel seien knapp, tausende Familien seien in der Hoffnung auf Hilfe in Richtung großer Flüchtlingslager geflohen. Aktuell würden die Gelder nur noch wenige Wochen reichen.

Sudan: Drei Tote bei Drohnenangriff auf Hilfskonvoi

Nairobi/Khartum - Bei einem Drohnenangriff auf einen Hilfskonvoi in der sudanesischen Region Südkordofan sind drei humanitäre Helfer getötet und vier verletzt worden. Wie der Ärzteverband "Sudan Doctors Network” in der Nacht auf Freitag mitteilte, haben die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) den Konvoi gezielt angegriffen und Hilfsgüter zerstört. Seit die Armee Gebiete in Kordofan zurückerobert hat, greift die RSF gezielt Hilfsinfrastruktur an.

Venezuela: Regierung erlässt Amnestie für politische Gefangene

Berlin/Caracas - Die Regierung in Venezuela hat ein umfangreiches Amnestiegesetz in Kraft gesetzt. Zuvor hatte die Nationalversammlung das Vorhaben einstimmig gebilligt, wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN am Donnerstag (Ortszeit) berichtete. Die Amnestie gilt für „politische Delikte“ seit 1999, schließt jedoch Korruption, Mord, Drogenhandel sowie die Förderung oder Ausführung bewaffneter Aktionen gegen die Unabhängigkeit des Landes explizit aus.

Hunderte Kenianer laut Geheimdienst für Ukraine-Krieg rekrutiert

Nairobi - Schätzungsweise 1.000 Kenianer sind laut Medienberichten von Russland für den Einsatz im Krieg gegen die Ukraine rekrutiert worden. Wie die Zeitung „Daily Nation“ am Donnerstag unter Berufung auf Berichte des kenianischen Geheimdienstes NIS meldete, sind 89 von ihnen aktuell im Einsatz. Allerdings seien 39 der aktiven Söldner im Krankenhaus, 28 würden vermisst.

Israel: UN sehen Anzeichen ethnischer Säuberung gegen Palästinenser

Genf - Das UN-Menschenrechtskommissariat hat seine Sorge über mögliche ethnische Säuberungen im Gaza-Streifen und dem Westjordanland durch Israel geäußert. Zunehmende Angriffe und Zwangsumsiedlungen dienten offenbar dem Zweck, die Palästinenser dauerhaft aus den besetzten Gebieten zu vertreiben, erklärte das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, am Donnerstag bei der Veröffentlichung eines entsprechenden Berichts.

Nobelpreisträger Mukwege kritisiert westliche Doppelmoral im Kongo

Mainz - Der kongolesische Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege hat eine Doppelmoral des Westens beim Umgang mit dem Krieg in seinem Heimatland angeprangert. Ein Frieden im Kongo sei unmöglich, solange wirtschaftliche Interessen mehr zählten als Menschenrechte, sagte er am Mittwochabend bei einem Besuch in der Universität Mainz. Die mit Unterstützung des Nachbarlandes Ruanda operierenden Rebellen hätten inzwischen staatliche Parallelstrukturen in den eroberten Gebieten aufgebaut.

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