Unicef: Zahl der Kindersoldaten in Haiti um 200 Prozent gestiegen

Genf, Köln - Die Zahl der Kindersoldaten in Haiti ist 2025 laut Unicef um etwa 200 Prozent gestiegen. Die Mädchen und Jungen würden von bewaffneten Banden verschleppt und eingesetzt, teilte das UN-Kinderhilfswerk am Donnerstag in Köln mit. 2024 registrierten die UN die Zahl von 302 Kindern, die in den kriminellen Gruppen in Haiti dienen mussten. Die meisten von ihnen wurden im Kampf eingesetzt, 256 waren Jungen, 46 Mädchen.

EU-Parlament: Armut in Europa soll bis 2035 enden

Straßburg/Brüssel - Das Europäische Parlament hat am Donnerstag eine Entschließung angenommen, in der es die EU-Kommission zu einer deutlich ambitionierteren Strategie gegen Armut in der EU auffordert. Die Abgeordneten verlangen darin, Armut ausdrücklich als Verletzung der Menschenwürde anzuerkennen und ihre Beseitigung spätestens bis 2035 zum Ziel zu machen. Für den Bericht stimmten 385 Abgeordnete, 141 votierten dagegen, 53 enthielten sich.

Rotes Kreuz: Zehntausende Menschen flüchten vor Gewalt im Südsudan

Juba, Genf - Im Südsudan leidet laut dem Roten Kreuz vor allem die Zivilbevölkerung unter der neu entfachten Gewalt. Zehntausende Menschen seien seit Ende 2025 vor den Kämpfen geflüchtet, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag in der Hauptstadt Juba mit. Die Gefechte tobten verschärft in den Bundesstaaten Jonglei, Eastern Equatoria und Central Equatoria.

Kolumbien: Notstand nach Überflutungen im Norden

Berlin/Bogotá - Nach massiven Überflutungen im Norden Kolumbiens hat die Regierung in den betroffenen Gebieten den Notstand ausgerufen. Mit dem in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret möchte die Regierung Gelder freigeben, um die Bewohner der überschwemmten Gebiete in acht Departements zu versorgen, die Wassermassen zu kontrollieren und einen raschen Wiederaufbau zu ermöglichen.

Venezuela: Oppositionspolitiker in Hausarrest

Berlin/Caracas - Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis steht der venezolanische Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa unter Hausarrest, wie die oppositionelle Onlinezeitung „El Pitazo“ am Dienstagabend (Ortszeit) meldete. Zuvor hatte sie lediglich über die Haftentlassung des Vertrauten von Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado berichtet. Guanipa war bereits am Wochenende freigelassen und wenige Stunden später wieder vorübergehend festgenommen worden, bevor er nun erneut aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt wurde.

EU-Parlament besiegelt europaweite Liste sicherer Herkunftsstaaten

Brüssel, Straßburg - Eine Mehrheit der Europaabgeordneten hat für die Einführung der ersten EU-weiten Liste für sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ gestimmt. Asylanträge von Staatsangehörigen der aufgeführten Länder - Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien - sollen damit künftig beschleunigt geprüft werden. Grundsätzlich sollen auch EU-Beitrittskandidaten als sichere Herkunftsstaaten gelten, sofern dort kein Krieg herrscht oder gravierende Menschenrechtsverletzungen vorliegen.

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