Italienisches Gericht spricht Seenotrettern Entschädigung zu

Rom - Die zivilen Seenotretter haben in Italien einen juristischen Sieg errungen. Ein Gericht in Palermo urteilte am Mittwochabend, dass für die Festsetzung der „Sea Watch 3“ der gleichnamigen Seenotrettungsorganisation eine Entschädigung von 76.000 Euro gezahlt werden muss. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kritisierte die Entscheidung auf der Internetplattform X scharf. „Ist es die Aufgabe der Richter, das Gesetz durchzusetzen oder diejenigen zu belohnen, die sich damit brüsten, das Gesetz nicht zu respektieren?“, fragte Meloni in einem Video.

US-Umweltverbände klagen gegen Trumps Treibhausgasentscheidung

Washington - Mehr als ein Dutzend Umwelt- und Gesundheitsverbände klagen gegen US-Präsident Donald Trumps Entscheidung, Treibhausgasemissionen nicht mehr als gesundheitsschädlich einzustufen. Die am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Bundesgericht vorgelegte Beschwerde verlangt eine rechtliche Prüfung der Neuerung. Trumps Entscheidung sei gesetzwidrig, erklärte die Anwältin des klagenden Rechtshilfeverbandes „Public Citizen Litigation Group“, Adina Rosenbaum, in Washington.

Spendenbilanz 2025: Weniger Spender, höhere Einzelbeträge

Berlin - Das Gesamtvolumen der deutschen Privatspenden ist im vergangenen Jahr mit 4,649 Milliarden Euro so niedrig ausgefallen wie zuletzt 2013. Im Vergleich zum Jahr 2024 (5,112 Millionen Euro) bedeute dies einen Rückgang um rund neun Prozent oder 463 Millionen Euro, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Spendenrates, Martin Wulff, am Mittwoch in Berlin. Zugleich sei die durchschnittliche Spende um drei Euro auf den Rekordwert von 46 Euro angestiegen.

Ministerium: Unterstützung für Afghanen läuft "perspektivisch" aus

Berlin - Die Bundesregierung lässt ihre Unterstützung für nach Afghanistan abgeschobene Menschen aus früheren Aufnahmeprogrammen auslaufen. Die vorübergehende Unterstützung erfolge „auf freiwilliger Basis ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ und ende „perspektivisch“, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Mittwoch und bestätigte damit einen entsprechenden ARD-Bericht.

Peru: Präsident José Jeri seines Amtes enthoben

Berlin/Lima - Nach nur vier Monaten im Amt hat das Parlament in Peru Präsident José Jeri seines Amtes enthoben. Am Dienstagnachmittag (Ortszeit) stimmten 75 der 102 anwesenden Abgeordneten in einer eigens einberufenen Sitzung einem Misstrauensantrag gegen Jeri zu. Der Kongress debattierte dabei sieben verschiedene Anträge, die dem Präsidenten alle vorwarfen, seines Amtes nicht würdig zu sein.

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