welt-sichten im Februar: Ab in die Schule - Mit guter Bildung aus der Armut

Liebe Leserinnen und Leser,

durch meine Tochter kriege ich jetzt wieder ein bisschen Schule mit. Sie geht in die zweite Klasse, und es ist spannend mitzubekommen, wie sich das Lernen verändert: Statt der Kreidetafel gibt es nun ein Whiteboard, und zu Hause kann sie das Gelernte mit Apps vertiefen. Ansonsten ist ihr Schulalltag aber wohl so normal wie eh und je: Mal hat sie keinen Bock auf Hausaufgaben, ein anderes Mal freut sie sich über die Eins im Deutschtest.  

Friedensgruppen kritisieren Rüstungskooperation mit Golfstaaten

Bonn - Ein Aktionsbündnis aus Friedensgruppen, Hilfsorganisationen und kirchlichen Verbänden hat die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner Reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate angekündigten Rüstungskooperationen kritisiert. Waffenexporte in solche Länder zu erleichtern, sei „ein folgenschwerer Fehler“, erklärte Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!“ nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative am Freitag in Bonn.

Mali: Herausgeber wegen kritischem Artikel in Zeitung festgenommen

Frankfurt am Main, Bamako - Wegen Kritik am Junta-Chef des Nachbarlands Niger in seiner Publikation ist in Mali ein prominenter Journalist festgenommen worden. Der Herausgeber der Zeitung „L' Alternance“, Youssouf Sissoko, sei seit Donnerstag in Untersuchungshaft, berichtete das Nachrichtenportal „Maliweb“ am Freitag. Ihm werde „Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes“, „Verletzung der Glaubwürdigkeit des Staates“ und die „Verbreitung falscher Informationen“ vorgeworfen.

Aachener Friedenspreis: Spendenaufruf für iranischen Newsletter

Aachen - Der Trägerverein des Aachener Friedenspreises hat zu Spenden für die iranische Medienplattform „Amirkabir Newsletter“ aufgerufen. Die Organisation, die den Preis im vergangenen Jahr erhalten hat, dokumentiere die schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran, erklärte eine Sprecherin des Friedenspreises am Freitag. Der Chefredakteur habe um finanzielle Unterstützung gebeten. Das Geld werde unter anderem für eine stabile und sichere Internetverbindung gebraucht.

Venezuela: Parlament beschließt Amnestie für politische Gefangene

Berlin/Caracas - In Venezuela treibt die neue Staatsführung die politische Öffnung voran. Die Nationalversammlung hat am Donnerstag (Ortszeit) einstimmig in erster Lesung ein Amnestiegesetz für politische Gefangene seit 1999 verabschiedet. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur AVN. Für das Inkrafttreten des Gesetzes ist noch eine Beratung mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft nötig sowie eine zweite Abstimmung im Parlament.

Trotz Drohungen ist Kuba zu Dialog mit den USA bereit

Mexiko-Stadt, Havanna - Aus Sicht des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel versuchen die USA durch eine Erdölblockade, die Wirtschaft des Inselstaates „vollständig zu ersticken“. Trotzdem sei Kuba seinen Worten zufolge zu einem Dialog mit den Vereinigten Staaten bereit, solange dieser ohne Vorbedingungen und „unter Achtung unserer Souveränität“ stattfinde, berichtete die Zeitung „La Jornada“.

Stiftung: Genitalverstümmelung immer häufiger durch Mediziner

Hannover, Frankfurt a.M. - Der menschenrechtswidrige Eingriff der weiblichen Genitalverstümmelung wird laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung immer häufiger von medizinischen Fachkräften vorgenommen. Dadurch drohe die Praxis gesellschaftlich akzeptiert zu werden, erklärte die Vorständin der Organisation, Angela Bähr, am Donnerstag in Hannover zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar.

Nigeria: Regierung entsendet zusätzliche Truppen nach Massaker

Abuja/Frankfurt am Main - Nach einem Terrorangriff mit mindestens 162 Todesopfern hat Nigerias Präsident Bola Tinubu die Entsendung zusätzlicher Truppen in den Bundesstaat Kwara angeordnet. Dies berichtete die nigerianische Zeitung „Vanguard“ am Donnerstag. Bei dem am Dienstag verübten Massaker handelt es sich um den tödlichsten bewaffneten Angriff in dem westlichen Bundesstaat in diesem Jahr. Die Tat wird einer dschihadistischen Miliz zugeschrieben, genauere Angaben wurden bislang nicht gemacht.

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