Venezuela wirft Deutsche Welle aus TV-Programm

Caracas/Bonn - Venezuelas autoritäre Regierung hat die Ausstrahlung der Deutschen Welle im öffentlichen Fernsehprogramm verboten. Kommunikationsminister Freddy Ñáñez warf dem deutschen Auslandssender Diffamierung, Lügen und Hasspropaganda vor, wie die staatsnahe Nachrichtenagentur „Venezuela News“ am Montag (Ortszeit) berichtete. Die Deutsche Welle werde in Venezuela nicht mehr über Kabel zu empfangen sein, kündigte er an.

Warnung vor zunehmender Gewalt gegen queere Menschen in Ghana

Nairobi/Accra - Die Gewalt gegen queere Menschen könnte in Ghana aufgrund des geplanten Anti-LGBT-Gesetzes laut Menschenrechtlern zunehmen. Präsident Nana Akkufo-Addo solle das vom Parlament beschlossene Regelwerk auf keinen Fall in Kraft setzen, forderte Human Rights Watch am Dienstag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. In dem Entwurf werden Gefängnisstrafen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transpersonen gefordert sowie für Menschen, die die Community unterstützen.

WHO: Über 8.000 Patienten warten auf Behandlung außerhalb von Gaza

Genf - Mehr als 8.000 kranke und verletzte Menschen aus dem Gaza-Streifen warten laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf eine medizinische Behandlung außerhalb des umkämpften Gebiets. Doch nur wenige Evakuierungen dürften aufgrund der Gewalt und bürokratischer Hürden gelingen, sagte der WHO-Beauftragte für die besetzten Palästinensergebiete, Rik Peeperkorn, in einer Videokonferenz am Dienstag in Genf.

Ostafrikanische Staatengemeinschaft um Somalia erweitert

Nairobi/Arusha - Somalia ist seit Montag offiziell Mitglied der Ostafrikanischen Staatengemeinschaft EAC. Vertreter des Landes am Horn von Afrika übergaben das formelle Vertragsdokument an das EAC-Sekretariat in der nordtansanischen Stadt Arusha, wie die Gemeinschaft mitteilte. Der Aufnahme Somalias hatten die EAC-Mitglieder im November zugestimmt. Somalia ist nun das achte Mitgliedsland nach Kenia, Tansania, Uganda, Burundi, Ruanda, dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo.

Gaza-Tragödie: UN-Sicherheitsrat mahnt Schutz der Bevölkerung an

New York - Nach dem gewaltsamen Tod von mehr als 100 Menschen bei der Verteilung von Hilfsgütern im Gaza-Streifen hat der UN-Sicherheitsrat Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur angemahnt. Alle Konfliktparteien müssten das Völkerrecht einhalten, forderte der UN-Sicherheitsrat am Samstag (Ortszeit) in New York in einer Mitteilung. Der Zivilbevölkerung im Gazastreifen dürfe humanitäre Hilfe nicht vorenthalten werden.

Frauen erkämpfen Freilassungen trotz Abtreibungsverbot

Mexiko-Stadt/San Salvador- Schwangerschaftsabbruch ist in El Salvador unter allen Umständen verboten. Dieser extremen Kriminalisierung fallen auch Frauen zum Opfer, die gar nicht abgetrieben haben. So wie Lilian, die 2016 zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde, nachdem ihre Tochter drei Tage nach der Geburt starb. Im Januar kassierte eine Richterin Lilians Urteil und die 28-Jährige kam nach sieben Jahren im Gefängnis frei - als vorerst letzte Frau, die aufgrund einer Fehlgeburt oder Tod des Neugeborenen verurteilt wurde.

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