Menschenrechtler werfen sudanesischer RSF-Miliz Kriegsverbrechen vor

Kampala/Nairobi - Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ hat die sudanesische RSF-Miliz für mutmaßliche Kriegsverbrechen im Bundesstaat West-Darfur verantwortlich gemacht. Die paramilitärische Einheit und mit ihr verbündete arabische Milizen hätten Ende Mai mindestens 28 Angehörige der Massalit-Volksgruppe getötet, erklärte HRW am Dienstag in Nairobi. Demnach wurden bei dem Angriff auf die Stadt Misterei Dutzende weitere Zivilistinnen und Zivilisten verletzt. Viele der Taten könnten als Kriegsverbrechen gelten.

UN-Organisation: "Alarmierender Anstieg" der Todesfälle im Mittelmeer

Genf - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat einen „alarmierenden Anstieg“ der tödlich verlaufenden Bootstragödien im Mittelmeer beklagt. Im ersten Halbjahr 2023 seien auf der zentralen Mittelmeerroute bereits mehr Flüchtlinge und Migranten ums Leben gekommen als in jedem vollen Jahr zwischen 2018 und 2022, sagte die Sprecherin der UN-Organisation, Safa Msehli, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf. 

Tag der Weltbevölkerung: Stiftung beklagt mangelnde Gleichstellung

Hannover - Zum Tag der Weltbevölkerung am Dienstag hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung eine anhaltende Benachteiligung von Frauen angeprangert. Aktuell lebten geschätzt 8,047 Milliarden Menschen auf der Welt, davon fast 4 Milliarden Frauen, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung, Angela Bähr, in Hannover. Nach wie vor kämpften die Frauen für eine volle Anerkennung und Gleichstellung.

"Human Rights Watch" kritisiert Bau der Öl-Pipeline EACOP in Uganda

Kampala/Nairobi - In Uganda sind die Betroffenen der Bauarbeiten rund um die Öl-Pipeline EACOP laut Menschenrechtlern nicht ausreichend entschädigt worden. So seien Kompensationen zu niedrig ausgefallen und teilweise verspätet ausgezahlt worden, erklärte „Human Rights Watch“ (HRW) am Montag in Nairobi zur Veröffentlichung eines Berichts zu dem Vorhaben. Durch das Projekt unter Federführung des französischen Konzerns TotalEnergies drohe die Vertreibung von mehr als 100.000 Personen, warnte die Menschenrechtsorganisation.

El Salvador: Bukele erneut als Präsidentschaftskandidat nominiert

Berlin/San Salvador - El Salvadors Präsident Nayib Bukele tritt kommendes Jahr erneut bei der Präsidentenwahl an. Obwohl eine Wiederwahl des Staatschefs laut Verfassung sehr umstritten ist, nominierte ihn seine Partei Nuevas Ideas zum Anwärter für die Wahl. Es sei notwendig, das politische Projekt weiterzuführen, das die Unsicherheit in El Salvador erheblich verringert habe, erklärte die Partei am Sonntag (Ortszeit). Auch Vizepräsident Félix Ulloa werde erneut antreten.

Mali-Experte warnt vor Sicherheitsvakuum nach Abzug der UN-Mission

Nairobi/Bamako - Der Sahel-Experte Ibrahim Maiga befürchtet mit dem Ende der UN-Friedensmission ein Macht- und Sicherheitsvakuum in Mali. Der Abzug müsse gut koordiniert werden, um die Menschen zu schützen, sagte Maiga von der Denkfabrik „Crisis Group“ dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Bamako. Die internationalen Partner und die Regierung müssten einen Weg finden, um in Zukunft zusammenzuarbeiten. Kritisch sei die Lage vor allem im Norden und Osten des Landes. Der UN-Sicherheitsrat hatte am 30.

Spanische Hilfsorganisation rettet hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer

Frankfurt a.M. - Nach mehreren Rettungseinsätzen auf dem Mittelmeer bringt die „Open Arms“ hunderte Flüchtlinge und Migranten nach Italien. Die italienischen Behörden hätten dem Schiff den Hafen von Brindisi zugewiesen, teilte die gleichnamige spanische Hilfsorganisation am Freitag auf Twitter mit. Den Angaben zufolge wurden die etwa 300 Menschen bei mehreren Einsätzen am Donnerstag gerettet.

Hilfsorganisation: Essensverteilung in Äthiopien wieder aufnehmen

Frankfurt a.M./Addis Abeba - Angesichts der humanitären Krise in Äthiopien dringt „Ärzte ohne Grenzen“ auf die Wiederaufnahme der Nahrungsmittelverteilungen in dem afrikanischen Land. Mehr als 20 Millionen Menschen seien darauf angewiesen, insbesondere Flüchtlinge und Vertriebene, erklärte die Hilfsorganisation am Freitag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die Verteilung von Lebensmitteln müsse „in vollem Umfang und regelmäßig wieder aufgenommen werden“.

Illegale Abholzung im Amazonas-Regenwald gesunken

Berlin/São Paulo - Nach fünf Jahren steigender Rodungszahlen ist die Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien erstmals wieder zurückgegangen. In den ersten sechs Monaten des Jahres sank die illegal abgeholzte Fläche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 33 Prozent, wie das Nachrichtenportal „G1“ am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf Daten der Nationalen Weltraumbehörde (Inpe) berichtete.

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