Kolumbien: ELN-Guerilla will alle Angriffe einstellen

Berlin/Bogotá - Die kolumbianische ELN-Guerilla hat einen Stopp aller Angriffe auf Polizei und Streitkräfte angekündigt. Laut einer Anweisung des Kommandos der ELN sollen alle Offensivaktionen in der Nacht auf Donnerstag eingestellt werden, wie die Zeitung „El Tiempo“ am Mittwoch (Ortszeit) berichtete. Verteidigungs- und Sicherheitsvorkehrungen sollten aber aufrechterhalten werden, um auf Angriffe reagieren zu können. Hintergrund der Anweisung sind Vereinbarungen, die bei Friedensverhandlungen getroffen wurden.

Weltgesundheitsorganisation warnt vor Wetterphänomen El Niño

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation hat vor den verheerenden Folgen eines erwarteten El-Niño-Wetterphänomens für die Menschen in betroffenen Ländern gewarnt. Ein El-Niño-Ereignis werde mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen September 2023 und Februar 2024 eintreten und drohe extreme Wettersituationen zu verursachen, sagte Maria Neira, WHO-Direktorin für Umwelt, Klimawandel und Gesundheit am Dienstag in Genf. Voraussagen legten das Kommen von El Niño nahe. 

Flüchtlingskommissar unterstützt EU-Asylreform "im Großen und Ganzen"

Berlin - Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, teilt die Kritik vieler Menschenrechtsorganisationen an den EU-Asyl-Plänen nicht. Er unterstütze den Pakt „im Großen und Ganzen“, sagte Grandi der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Wenn 27 Staaten über so ein sensibles Thema verhandelten, könne es kein perfektes Ergebnis geben, sagte er. Zugleich äußerte er aber auch Kritik an einzelnen Punkten des geplanten gemeinsamen europäischen Asylsystems.

Fischer und Wieczorek-Zeul stellen sich Fragen der Enquete-Kommission

Berlin - Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sieht im Rückblick auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr die mangelnde militärische Stärke Deutschlands kritisch, stellt die Mission an sich aber nicht infrage. „Ich halte das nicht für einen Fehler“, sagte Fischer am Montag bei seiner Befragung vor der Enquete-Kommission des Bundestags zu den Lehren aus dem Einsatz. Er begründete dies vor allem mit Bündnisinteressen. „Wären wir nicht mitgegangen, hätten wir einen enorm hohen Preis bezahlt im Bündnis“, sagte Fischer, der von 1998 bis 2005 Außenminister war.

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