Für viele Argentinier liegt der Lohn nur knapp über der Armutsgrenze

Santiago de Chile, Buenos Aires - Für viele Argentinier reicht das Gehalt nur noch für das Nötigste. Die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung erhält einen Lohn, der allenfalls nur knapp über der Armutsgrenze liegt, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Demnach verdienten Ende des vergangenen Jahres 50 Prozent der Werktätigen weniger als umgerechnet 180 Euro pro Monat, während die Armutsgrenze bei 160 Euro lag. Hintergrund ist die anhaltende Inflation in dem südamerikanischen Land.

Menschenrechtler: Auslagerung von Asylverfahren "brandgefährlich"

Berlin - Mit Blick auf Vorschläge, Asylverfahren in außereuropäische Drittstaaten zu verlegen, warnen Menschenrechtsorganisationen vor den rechtlichen Folgen. Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Karl Kopp, sagte am Mittwoch in einem Online-Gespräch, „was in Deutschland und in der EU diskutiert wird, sind Teilausstiege aus dem Flüchtlingsschutz oder die Abschaffung des individuellen Asylrechts“. Vorschläge der CDU in diesem Zusammenhang seien „brandgefährlich“.

UN verhängen Sanktionen gegen sechs Milizenführer im Kongo

Frankfurt a.M./New York - Der UN-Sicherheitsrat hat Sanktionen gegen sechs Milizenführer in der Demokratischen Republik Kongo verhängt. Die am Dienstag (Ortszeit) in New York beschlossenen Maßnahmen richten sich unter anderem gegen einen Sprecher der Rebellenbewegung M23 sowie zwei Mitglieder der ADF-Milizen. Das UN-Gremium begründete die Sanktionen mit in dem afrikanischen Land verübten Menschenrechtsverletzungen.

UN brauchen 2,6 Milliarden Dollar für Kongo-Hilfe

Frankfurt a.M., Genf - Zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen in der Demokratischen Republik Kongo brauchen die Vereinten Nationen in diesem Jahr 2,6 Milliarden US-Dollar. Damit solle die lebensrettende Nothilfe für 8,7 Millionen Menschen finanziert werden, erklärte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Dienstag in Genf mit. Damit sei der eigentliche Bedarf allerdings nur zu einem Bruchteil gedeckt. Nach UN-Angaben brauchen insgesamt 25,4 Milliionen Kongolesinnen und Kongolesen Unterstützung, ein Viertel der Bevölkerung.

Racial Profiling: Schweiz wegen Diskriminierung verurteilt

Brüssel, Straßburg - Ein Schweizer Staatsbürger hat wegen sogenanntem Racial Profiling bei einer Polizeikontrolle vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) geklagt und Recht bekommen. Die Richter in Straßburg stellten drei Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention fest, unter anderem wegen Diskriminierung. Die Schweiz muss dem Mann knapp 24.000 Euro allein für Kosten und Auslagen zahlen. Der Kläger hatte keine Entschädigung beantragt.

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