Unicef: Zehntausenden Kindern im Sudan droht der Hungertod
Genf - Im Sudan droht laut Unicef Zehntausenden Kindern der Hungertod. Das UN-Hilfswerk habe in dem Konfliktland keinen Zugang zu vielen der hungernden Mädchen und Jungen, erklärte Unicef-Sprecher James Elder am Freitag in Genf. Kinder würden auch vergewaltigt, getötet und von den Konfliktparteien rekrutiert.
Deutschland verzeichnet Spendenrückgang
Berlin - In Deutschland sind im vergangenen Jahr knapp fünf Milliarden Euro gespendet worden. Das seien rund 700 Millionen Euro beziehungsweise zwölf Prozent weniger als 2022, hieß es am Freitag in Berlin bei der Vorstellung der „Bilanz des Helfens“ 2023 des Deutschen Spendenrats. Die Spendeneinnahmen entsprächen zwar in etwa denen der guten Spendenjahre 2017 und 2019. Der erneute Rückgang bei der Zahl der Spendenden gebe jedoch Anlass zur Sorge.
Mexiko: Aktivistin für die Suche nach Verschwundenen ermordet
Mexiko-Stadt - Unbekannte haben in Mexiko eine Aktivistin für die Suche nach Verschleppten getötet. Ein Mann habe den Schönheitssalon der Menschenrechtlerin Ángela Meraz León im nordmexikanischen Bundesstaat Baja California am Donnerstag (Ortszeit) betreten und unmittelbar mehrfach auf sie geschossen, berichtete die Wochenzeitschrift „Zeta Tijuana“ in ihrer Online-Ausgabe.
Klimaforscher Fink: Einhaltung der 1,5 Grad immer unwahrscheinlicher
Berlin/Essen - Der Klimaforscher Andreas Fink ist skeptisch, dass es gelingen wird, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Noch sei das Ziel einhaltbar, sagte Fink den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Aber es wird immer unwahrscheinlicher. Ich persönliche glaube angesichts der Emissionsentwicklung weltweit nicht, dass es noch realistisch ist.“
Menschenrechtler: China zwingt schon vierjährige Tibeter in Internate
Göttingen - Die chinesische Regierung zwingt nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 80 Prozent der tibetischen Kinder in Internate. Oft würden schon Vierjährige monatelang von ihren Eltern getrennt, weil das staatliche Internat hunderte Kilometer vom Heimatdorf entfernt liege, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Donnerstag in Göttingen. Insgesamt müssten Hunderttausend Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren Internate besuchen, um sie von ihrer Sprache und tibetischen Identität abzuschneiden.
Hilfswerke schlagen wegen Eskalation im Ostkongo Alarm
Frankfurt a.M. - Hilfswerke haben nach einer weiteren Eskalation des Konflikts im Osten des Kongo vor den Auswirkungen für die Bevölkerung gewarnt. Die Lage sei sehr besorgniserregend, erklärte „Ärzte ohne Grenzen“ am Donnerstag. Laut „Save the Children“ sind unter den Zehntausenden neuen Vertriebenen mindestens 78.000 Kinder. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich der seit Jahrzehnten anhaltende Konflikt zwischen Milizen und der Regierung verschärft.
Panzer im Rampenlicht
seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und der von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufenen Zeitenwende hofieren und fördern Europas Politiker die europäischen Waffenhersteller ganz offen. Die Rüstungskonzerne profitieren nicht nur finanziell von den Krisen und Kriegen weltweit, sondern haben auch einen Imagewandel erfahren: "Aus der Schmuddelecke ins Rampenlicht" - so hat mein Kollege Tillmann Elliesen seinen Artikel dazu treffend betitelt.
Amnesty wirft Militär in Myanmar tödlichen Luftangriff auf Dorf vor
Berlin - Amnesty International wirft den Streitkräften in Myanmar einen tödlichen Luftangriff auf ein Dorf nahe der Grenze zu Indien vor. Dabei seien am 7. Januar 17 Menschen, allesamt Zivilisten, getötet worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag. Unter den Opfern seien neun Kinder. Mehr als 20 weitere Menschen seien verletzt worden. Mehrere Häuser seien bei den Angriffen während eines Gottesdienstes zerstört, eine Schule und eine Kirche schwer beschädigt worden.