Sambia: Schulen nach Cholera-Ausbruch wieder geöffnet
Kampala/Lusaka (epd). Nach mehrwöchiger Verzögerung durch einen tödlichen Cholera-Ausbruch hat in Sambia der Schulunterricht am Montag wieder begonnen. Wie die sambische Zeitung „Lusaka Times“ berichtete, geht die Wiedereröffnung mit einer Reihe von Maßnahmen zur Prävention einher.
Staatssekretär Flasbarth: Arbeit des UNRWA in Gaza "nicht ersetzbar"
Brüssel (epd). Die Bundesregierung hält die Arbeit des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA im Gaza-Streifen für „nicht ersetzbar“. Die Bundesregierung glaube, dass die Vereinten Nationen mit der Untersuchung des UNRWA die richtigen Schritte eingeleitet habe, sagte der Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Jochen Flasbarth, am Montag in Brüssel. „Ich sage aber auch, die Arbeit von UNRWA ist insbesondere im Gaza-Streifen im Augenblick nicht ersetzbar. Menschen sterben in großer Zahl, Hilfe ist unabdingbar und dafür brauchen wir UNRWA“, sagte der Staatssekretär.
Unicef: Zehntausenden Kindern im Sudan droht der Hungertod
Genf - Im Sudan droht laut Unicef Zehntausenden Kindern der Hungertod. Das UN-Hilfswerk habe in dem Konfliktland keinen Zugang zu vielen der hungernden Mädchen und Jungen, erklärte Unicef-Sprecher James Elder am Freitag in Genf. Kinder würden auch vergewaltigt, getötet und von den Konfliktparteien rekrutiert.
Deutschland verzeichnet Spendenrückgang
Berlin - In Deutschland sind im vergangenen Jahr knapp fünf Milliarden Euro gespendet worden. Das seien rund 700 Millionen Euro beziehungsweise zwölf Prozent weniger als 2022, hieß es am Freitag in Berlin bei der Vorstellung der „Bilanz des Helfens“ 2023 des Deutschen Spendenrats. Die Spendeneinnahmen entsprächen zwar in etwa denen der guten Spendenjahre 2017 und 2019. Der erneute Rückgang bei der Zahl der Spendenden gebe jedoch Anlass zur Sorge.
Mexiko: Aktivistin für die Suche nach Verschwundenen ermordet
Mexiko-Stadt - Unbekannte haben in Mexiko eine Aktivistin für die Suche nach Verschleppten getötet. Ein Mann habe den Schönheitssalon der Menschenrechtlerin Ángela Meraz León im nordmexikanischen Bundesstaat Baja California am Donnerstag (Ortszeit) betreten und unmittelbar mehrfach auf sie geschossen, berichtete die Wochenzeitschrift „Zeta Tijuana“ in ihrer Online-Ausgabe.
Klimaforscher Fink: Einhaltung der 1,5 Grad immer unwahrscheinlicher
Berlin/Essen - Der Klimaforscher Andreas Fink ist skeptisch, dass es gelingen wird, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Noch sei das Ziel einhaltbar, sagte Fink den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Aber es wird immer unwahrscheinlicher. Ich persönliche glaube angesichts der Emissionsentwicklung weltweit nicht, dass es noch realistisch ist.“
Menschenrechtler: China zwingt schon vierjährige Tibeter in Internate
Göttingen - Die chinesische Regierung zwingt nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 80 Prozent der tibetischen Kinder in Internate. Oft würden schon Vierjährige monatelang von ihren Eltern getrennt, weil das staatliche Internat hunderte Kilometer vom Heimatdorf entfernt liege, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Donnerstag in Göttingen. Insgesamt müssten Hunderttausend Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren Internate besuchen, um sie von ihrer Sprache und tibetischen Identität abzuschneiden.
Hilfswerke schlagen wegen Eskalation im Ostkongo Alarm
Frankfurt a.M. - Hilfswerke haben nach einer weiteren Eskalation des Konflikts im Osten des Kongo vor den Auswirkungen für die Bevölkerung gewarnt. Die Lage sei sehr besorgniserregend, erklärte „Ärzte ohne Grenzen“ am Donnerstag. Laut „Save the Children“ sind unter den Zehntausenden neuen Vertriebenen mindestens 78.000 Kinder. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich der seit Jahrzehnten anhaltende Konflikt zwischen Milizen und der Regierung verschärft.