Schulze: Sicherheitspolitik ist mehr als militärische Sicherheit
Berlin (epd) - Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat im Bundestag für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme in armen Ländern geworben. Bei einer Debatte über die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung am Freitag in Berlin sagte sie, es gehe um eine Sicherheitspolitik, die auf mehr abziele als militärische Sicherheit. Entwicklungspolitik wirke präventiv, sie verringere weltweit die Kluft zwischen Arm und Reich und daher gesellschaftliche Spannungen.
Weitere Anklage gegen prominenten Journalisten in Guatemala
Frankfurt a.M., Guatemala-Stadt - Ein Tag nach seiner Verurteilung wegen Geldwäsche ist in Guatemala erneut Anklage gegen den prominenten Journalisten José Rubén Zamora erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft werfe ihm vor, Ein- und Ausreiseformulare falsch unterzeichnet zu haben, berichtete das regionale Nachrichtenportal „Infobae“ am Donnerstag (Ortszeit). Die neue Anklage ist bereits das dritte Verfahren gegen den 66-Jährigen.
Hunderte Tote bei Bootsunglück vor Griechenland befürchtet
Genf, Athen - Das neuerliche Sinken eines Flüchtlingsbootes mit möglicherweise Hunderten Opfern vor Griechenlands Mittelmeer-Küste hat Betroffenheit und Wut ausgelöst. Die Vereinten Nationen gaben sich am Donnerstag in Athen „zutiefst schockiert und traurig“ über das Unglück mit vielen Toten in südgriechischen Gewässern. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte sich erschüttert. „Wir dürfen angesichts dieser Not nicht abstumpfen, sondern müssen beharrlich weiter daran arbeiten, legale Migrationswege zu schaffen.“
Nigerianische Währung Naira bricht auf Rekordtief ein
Kampala/Lagos - In Nigeria ist die lokale Währung Naira innerhalb eines Tages um 61 Prozent in ihrem Wert gegenüber dem US-Dollar gefallen. Dies berichtete die nigerianische Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag. Hintergrund ist, dass das westafrikanische Land seine jahrelange Währungsanbindung aufgegeben und den freien Handel mit Naira zugelassen hat.
Schuldenkrise im globalen Süden / Entwicklungspolitik in der Sicherheitsstrategie
wir freuen uns, Ihnen heute wieder unseren exklusiven Newsletter für Unterstützer und Abonnenten zuzuschicken. Diesmal geht es um die Schuldenkrise im globalen Süden, um die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung und um die bedrohte LGBTQ-Community in Uganda.
Menschenrechtler fordern Untersuchung von Massengräbern in Ostkongo
Nairobi/Goma - Human Rights Watch (HRW) fordert eine Untersuchung von mindestens 14 Massengräbern im Ostkongo. In den Gräbern rund um den Ort Kishishe seien vermutlich zivile Opfer der Rebellengruppe M23 sowie Kämpfer gegnerischer Milizen verscharrt worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch in Nairobi. Die M23-Rebellen hatten den Ort von November bis April besetzt und werden laut Berichten der Vereinten Nationen aus Ruanda unterstützt.
Hilfsorganisationen nehmen Syrien-Geberkonferenz in die Pflicht
Berlin, Brüssel - Angesichts wachsender Not in Syrien dringen Hilfsorganisationen auf verlässliche finanzielle Unterstützungszusagen der internationalen Gemeinschaft bei der Geberkonferenz in Brüssel in dieser Woche. „Noch nie waren in Syrien seit Ausbruch des Bürgerkriegs so viele Menschen in Ungewissheit darüber, was sie morgen essen sollen“, erklärte Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, am Mittwoch in Berlin. Nach zwölf Jahren Bürgerkrieg und den schweren Erdbeben im Februar sei die Lage verheerend.