Christentum
Im Tschad haben die großen Religionsgemeinschaften Ende Juni 2026 für den Dialog zwischen ihnen eine neue Plattform geschaffen. Dass dies auf Betreiben der Regierung geschehen ist, sorgt bei einer Beobachterin für Skepsis.
In der mosambikanischen Provinz Cabo Delgado wollen Dschihadisten anscheinend ein Kalifat errichten. Die Ursachen des Konflikts dort sind lokal. Umstritten ist, wie groß mittlerweile der Einfluss der internationalen Islamistenszene ist.
Angesichts eines zunehmenden Hindunationalismus in Indien haben sich die christlichen Kirchen des Landes zu einem neuen Dachverband zusammengeschlossen, um mit einer Stimme sprechen zu können. Initiiert hat das die katholische Kirche.
Das Christentum hat die Natur und speziell den Boden zur bloßen Ressource degradiert und so die Umweltkrise befördert, sagen Theologen aus Afrika. Sie und deutsche Kollegen wollen, dass sich die Theologie und die Kirchen ernsthaft mit Landwirtschaft befassen.
Palästinensische Christen kritisieren scharf, dass Kirchen anderswo, gerade in Deutschland, Israels Vorgehen in Gaza und der Westbank nicht verurteilen. Zu diesen Vorwürfen schweigen die deutschen Kirchen bisher.
Nach fast zwei Jahren Vakanz wurde das Amt der EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit neu besetzt. Konservativen und rechten EU-Parlamentariern genügt das nicht: Sie wollen, dass die EU mehr gegen „Christenfeindschaft“ tut.
Seit Ende 2021 sucht die Russisch-Orthodoxe Kirche Mitglieder in Afrika. Ist das bloß ein Alternativangebot für unzufriedene orthodoxe Christen oder stellt sich die ROK damit in den Dienst Wladimir Putins?
Mehrere hochrangige Kirchenfunktionäre wurden festgenommen und das Kirchenoberhaupt Katholikos Karekin II. Anfang Januar zum Rücktritt aufgefordert: Die armenische Regierung will die Landeskirche unter ihre Kontrolle bringen.
Der Streit um die Sexualethik droht die anglikanische Weltgemeinschaft zu spalten. Der Auslöser ist, dass eine als liberal bekannte Bischöfin Oberhaupt der Church of England und damit der Anglikaner weltweit werden soll.
Die einen feiern sie als mutige Antwort der Kirche in unruhigen Zeiten. Die anderen staunen ungläubig, dass aus evangelischer Perspektive Atomwaffen plötzlich legitim sein sollen. Auf ihrer Synode in Dresden hat die EKD ihre mit Spannung erwartete neue Friedensdenkschrift vorgestellt.
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