Buchtipps

Fawaz Gerges beschreibt in seinem Buch „The Great Betrayal“ die Geschicke des Nahen Ostens vom Ende des Osmanischen Reiches 1919 bis heute. Dabei geht er vor allem der Frage nach, warum sich in der Region weder Demokratie noch Wohlstand etablieren konnten.
Der Publizist Manfred Loimeier entfaltet in seinem Essayband „Die andere Seite der Geschichte“ ein facettenreiches Literaturpanorama aus der Karibik und aus Afrika. Dabei zeigt er, wie die dortige Literatur nicht nur das koloniale Erbe thematisiert, sondern auch heutigen Autokraten einen Spiegel vorhält.
Ronya Othmann beschäftigt sich in ihrem lesenswerten Buch mit der Frage, was aus Syrien werden wird und was die neue Regierung eigentlich vorhat. Sie lässt dabei Kurden, Jesiden, Alawiten, Drusen, Ismailiten, Christen, Juden und Sunniten zu Wort kommen.
Der junge Autor Nincemon Fallé aus Côte d‘Ivoire widmet sein lesenswertes Erstlingswerk „Diese glühenden Sonnen“ Studierenden beim alltäglichen Überlebenskampf in der ivorischen Metropole Abidjan.
Die Schweizer Journalistin Meret Michel beschreibt in ihrem Buch „Beirut. Splitter einer Weltstadt“ anschaulich die prekäre Situation der Menschen in Beirut und erklärt dabei wichtige Hintergründe und Zusammenhänge zum Libanon.
Die österreichische Wirtschaftsexpertin und Greenpeace-Sprecherin Ursula Bittner beschreibt in ihrem Buch, wie sich Unternehmen als Umweltretter inszenieren und gleichzeitig die globale Klimakrise verschärfen.
Ciani-Sophia Hoeder beschreibt in ihrem Buch "Ökorassismus. Wie Weiße unsere Welt zerstören", wie die zerstörerische Ausbeutung von Ressourcen im globalen Süden kolonialen Mustern folgt.
Anhand des nur in Mexiko vorkommenden Lurches Axolotl veranschaulichen die Umweltwissenschaftlerin Laura Nadolski und der Lateinamerika-Journalist Toni Keppeler die Probleme des Wassermangels in der Region.
Seinen jüngsten Roman „In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied“ widmet der schweizer-irakische Autor Usama Al Shahmani der Vertreibung der irakischen Juden in den 1950er Jahren. Anhand der Geschichte eines Sohnes, der die Asche des Vaters im Tigris beisetzen soll, erzählt er von Ausgrenzung, Vertreibung und dem Verlust einer Welt, wie es sie heute im Nahen Osten nicht mehr gibt.
Angélica Lopes‘ Roman verbindet spannungsgeladene Handlung mit den großen Themen des brasilianischen Feminismus, erzählt über ein Jahrhundert hinweg.
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