Ex-Oppositionschef in Kambodscha zu 27 Jahren Haft verurteilt

Frankfurt a.M., Phnom Penh - In Kambodscha ist der frühere Oppositionschef Kem Sokha wegen Hochverrats zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in der Hauptstadt Phnom Pen befand ihn der Verschwörung mit Ausländern für schuldig, wie die Zeitung „Khmer Times“ (Online) am Freitag berichtete. Der 69-Jährige war Mitbegründer und letzter Vorsitzender der inzwischen aufgelösten Oppositionspartei CNRP.

"Ärzte ohne Grenzen" schließt Projekte in Somaliland wegen Gewalt

Nairobi/Las Anod - Anhaltende Kämpfe in Somaliland zwingen die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, ihre Arbeit stark einzuschränken. Bei Gefechten an der Grenze zwischen Somalia und der autonomen Region Somaliland sei das Krankenhaus der Stadt Las Anod, das von „Ärzte ohne Grenzen“ unterstützt wird, in dieser Woche zum vierten Mal von Bomben getroffen worden, erklärte die medizinische Hilfsorganisation am Donnerstag. Die Kinderstation und die Blutbank im Krankenhaus könnten aufgrund der entstandenen Schäden nicht mehr betrieben werden.

Greenpeace: Auktion von Ölfeldern im Kongo bedroht Regenwald

Nairobi, Kinshasa - Mehr als fünf Millionen Hektar Regenwald in der Demokratischen Republik Kongo sind Umweltorganisationen zufolge akut durch eine Auktion von Öl- und Gaslizenzen bedroht. Dadurch sei die Biodiversität gefährdet und enorme Mengen CO2 könnten freigesetzt werden, sagte die Sprecherin von Greenpeace Afrika, Irene Wabiwa Beteko, dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Niemand könnte den Schaden reparieren, der damit angerichtet werden kann.“

Uganda will erneut gegen Homosexuelle vorgehen

Frankfurt am Main/Kampala - In Uganda steht erneut ein Gesetz zur Verfolgung Homosexueller zur Debatte. Wie Parlamentssprecherin Anita Among am Dienstag bekannt gab, soll den Abgeordneten am Mittwoch ein entsprechender Entwurf vorgelegt werden. Das Gesetz solle Uganderinnen und Ugander vor „homosexuellen Elementen“ schützen und den Behörden ermöglichen, gegen die „eskalierende moralische Dekadenz“ vorzugehen, die „das Image Ugandas beflecke“.

Bola Tinubu zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Nigeria erklärt

Nairobi/Abuja - Bola Tinubu hat die Präsidentschaftswahl in Nigeria gewonnen. Am frühen Mittwochmorgen habe ihn die Wahlkommission zum Sieger erklärt, berichtete die nigerianische Zeitung „Premium Times“. Als Kandidat der Regierungspartei APC habe der 70-Jährige mit 8,8 Millionen die meisten Stimmen erhalten und auch die geforderten 25 Prozent in mehr als 24 Bundesstaaten erreicht.

Atiku Abubakar von der Oppositionspartei PDP landete mit zwei Millionen Stimmen Rückstand auf dem zweiten Platz, der bei der Jugend populäre Peter Obi von der Arbeiterpartei wurde Dritter.

Mexikanische Soldaten sollen fünf junge Männer getötet haben

Mexiko-Stadt/Nuevo Laredo - Menschenrechtler werfen dem mexikanischen Militär vor, fünf junge Männer getötet zu haben. Die Soldaten hätten in der Stadt Nuevo Laredo auf das Auto der Männer geschossen, während diese sich auf dem Heimweg befunden hätten, informierte das Menschenrechtszentrum ProDH am Montag (Ortszeit). „Die Vorfälle zeigen die Konsequenzen der laufenden unleugbaren Militarisierung“, schrieb ProDH im Kurznachrichtendienst Twitter.

Geberkonferenz: UN brauchen weitere Milliarden Euro für Jemen

Genf - Die Vereinten Nationen haben auf einer internationalen Geberkonferenz für Jemen die benötigten Zusagen für die humanitäre Hilfe 2023 in dem Krisenland verfehlt. Die Geber wollten den UN und ihren Partnerorganisationen 1,2 Milliarden US-Dollar (mehr als 1,1 Milliarden Euro) für die humanitäre Hilfe 2023 im Jemen bereitstellen, sagte der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Montag in Genf. Im Laufe des Jahres könnten noch einmal eine Milliarde US-Dollar (940 Millionen Euro) hinzukommen.

Bericht: EU exportiert oft Abfall statt Altkleider in arme Länder

Brüssel, Stockholm - Europäische Altkleider landen laut einem EU-Bericht oft auf Mülldeponien in Asien oder Afrika. „Die Wahrnehmung, Altkleiderspenden seien großzügige Geschenke an Menschen in Not, entspricht nicht ganz der Realität“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA). Mit Daten der Vereinten Nationen sei untersucht worden, welche Entwicklungen es zwischen 2000 und 2019 beim Export gebrauchter Textilien aus der EU gab.

Menschenrechtler: Ostafrikanische Ölpipeline hat verheerende Folgen

Frankfurt am Main/Kampala - Das ambitionierte Ölpipeline-Projekt EACOP in Uganda und Tansania wird nach Ansicht von Menschenrechtlern verheerende Folgen nach sich ziehen. Dafür müssten ganze Dörfer umgesiedelt werden, sagte Anwalt Dickens Kamugisha, Vorsitzende der Organisation Afiego, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dorfgemeinschaften würden auseinandergerissen, Kompensationszahlungen blieben aus, und es müsse mitten in einem Nationalpark gebohrt werden.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!