Italien: 43 Tote bei Bootsunglück im Mittelmeer

Rom/Berlin - Bei einem Bootsunglück auf dem Mittelmeer sind bisher 43 Flüchtlinge ums Leben gekommen. 80 Menschen konnten gerettet werden, wie die italienische Küstenwache am Sonntag auf dem Mikrobloggingdienst Twitter mitteilte. Seit gestern Abend sei sie mit der Suche und Rettung der Überlebenden beschäftigt, hieß es weiter. Derweil beklagten private Rettungsorganisationen das „Vakuum an Rettungskapazitäten“, das unaufhörlich zu Tragödien führe.

Wahlen in Nigeria: Schleppende Stimmauszählung

Frankfurt am Main/Abuja - Nach den Präsidentschaftswahlen in Nigeria am Wochenende verläuft die Stimmauszählung schleppend. Den vorläufigen Ergebnissen der Wahlkommission zufolge lag Bola Tinubu von der Regierungspartei APC am Montagnachmittag mit 57 Prozent der Stimmen vor Atiku Abubakar (PDP) mit 29 Prozent. Auf Platz drei folgt Peter Obi von der Arbeiterpartei mit 8,6 Prozent der Stimmen. Ausgezählt waren zehn der 36 Bundesstaaten.

Ermordeter burkinischer Ex-Präsident Sankara umgebettet

Frankfurt am Main/Ouagadougou - Rund 35 Jahre nach seiner Ermordung hat der frühere burkinische Präsident und Freiheitskämpfer Thomas Sankara eine letzte Ruhestätte gefunden: Gemeinsam mit den sterblichen Überresten von zwölf Kameraden wurde sein Leichnam Medienberichten zufolge am Donnerstag an dem Ort beigesetzt, an dem die Gruppe am 15. Oktober 1987 bei einem Staatsstreich getötet worden war. Sie seien entsprechend der üblichen Bestattungsriten mit anschließenden religiösen und militärischen Zeremonien beerdigt worden, erklärte die Regierung.

UNHCR braucht Gelder für 2,2 Millionen Flüchtlinge aus Südsudan

Genf - Das Hilfswerk UNHCR hat die internationalen Geber zur Unterstützung von 2,2 Millionen Flüchtlingen aus Südsudan in der Region aufgerufen. Für die Versorgung der Menschen aus dem Krisenland seien im laufenden Jahr 1,3 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) nötig, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen am Dienstag in Genf mit.

"Vergesst uns in Westpapua nicht!"

Speyer, Jayapura - Nervös blicken die drei Studenten um sich. Stockend erzählen sie, was ihnen selbst, ihren Familien und Nachbarn passiert ist. Indonesische Soldaten kamen nach einem Angriff von Unabhängigkeitskämpfern auf Militärangehörige in ihr Dorf. Es liegt in der Nähe der Grasberg-Mine, des weltweit größten Goldbergwerks im Hochland von Westpapua. Sie vertrieben die indigene Bevölkerung, um die Bodenschätze ihres Landes auszurauben. Wer sich widersetzte, wurde verprügelt und gefoltert, berichten die jungen Männer. Oder gar getötet wie der evangelische Pfarrer und Dorfvorsteher.

Ecowas hält an Sanktionen gegen Mali, Guinea und Burkina Faso fest

Frankfurt am Main/Addis Ababa - Die westafrikanischen Sanktionen gegen die Militärregierungen von Mali, Guinea und Burkina Faso bleiben bestehen. Das hat die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (Ecowas) bei einem Treffen der Afrikanischen Union beschlossen, wie die Zeitung „The East African“ am Dienstag berichtete. Die drei Länder hatten versucht, eine Aufhebung zu erreichen.

"Save the Children": Ukraine-Krieg tötet täglich Kinder

Berlin - In der Ukraine sind laut „Save the Children“ seit dem russischen Überfall täglich mindestens vier Kinder verletzt oder getötet worden. Die Hilfsorganisation beklagte darüber hinaus am Montag bei der Vorstellung der Studie „A Heavy Toll“ („Ein hoher Tribut“) sexuelle Gewalt und Folter an Minderjährigen. Mindestens 17,7 Millionen Menschen seien dort auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 4,1 Millionen Mädchen und Jungen.

Myanmar: Menschenrechtler fordern Freilassung von Baptistenpastor

Frankfurt a.M./Sydney - Menschenrechtler haben das Militärregime in Myanmar aufgefordert, den Baptistenpastor Hkalam Samson freizulassen. Das politisch motivierte Verfahren zeige, dass niemand in Myanmar sicher sei, sagte die Asien-Direktorin von Human Rights Watch, Elaine Pearson, am Montag im australischen Sydney. Der Menschenrechtsorganisation zufolge wird Samson vermutlich im Myitkyina-Gefängnis im nördlichen Kachin-Bundesstaat festgehalten.

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