Neues Online-Tool errechnet Wirksamkeit von Klimamaßnahmen
Berlin - Ein Jahr vor der Bundestagswahl fordert die Klimaschutzorganisation German Zero die demokratischen Parteien zu einem engagierteren Kampf gegen die Erderwärmung auf. „Innerhalb der nächsten Monate formulieren die Parteien ihre Bundestagswahlprogramme und stellen damit die Weichen für die kommende Legislatur“, sagte der Geschäftsführer Michael Schäfer am Dienstag in Berlin. Die Parteien seien der Öffentlichkeit eine neue Ernsthaftigkeit in der Klimapolitik schuldig, auch angesichts der zunehmenden Wetterextreme, unter denen immer mehr Menschen leiden.
UN: Mindestens 5.350 Menschen in Myanmar seit Militärputsch getötet
Genf - Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat ein düsteres Bild der Lage in Myanmar unter der Herrschaft des Militärs gezeichnet. Seit dem Putsch der Generale vor mehr als dreieinhalb Jahren seien mindestens 5.350 Zivilisten getötet worden, teilte das Hochkommissariat am Dienstag in Genf mit.
UN: Gleichstellung kommt weltweit nur im Schneckentempo voran
Bonn, New York - Die Gleichstellung der Geschlechter kommt nach einem Bericht der Vereinten Nationen und ihrer Frauenorganisation UN Women trotz weltweiter Fortschritte zu langsam voran. Im neuesten „Gender Snapshot“, der am Montag in Bonn und New York veröffentlicht wurde, riefen die Vereinten Nationen zu sofortigem globalem Handeln gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung auf.
Menschenrechtler: Politik muss Fluchtursachen bekämpfen
Göttingen - In der Migrations- und Asylpolitik muss die Bundesregierung nach Ansicht von Menschenrechtlern deutlich mehr Gewicht auf die Bekämpfung von Fluchtursachen legen als bislang. Während sich die Ampel-Parteien und die Union einen populistischen Wettstreit um Begriffe wie „Aufnahmestopp“, „Abschiebungen“ oder „Grenzkontrollen“ lieferten, schenkten sie den Fluchtursachen kaum Beachtung, kritisierte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Montag in Göttingen: „Die Bekämpfung von Fluchtursachen muss in den Mittelpunkt der politischen Debatte rücken.“
Allianz der Sahelstaaten rückt weiter zusammen
Frankfurt a.M./Dakar - Zu ihrem ersten Geburtstag hat die Allianz der Sahelstaaten (AES) ein weiteres Zusammenrücken angekündigt. In einer Rede zum Jahrestag sprach der malische Präsident und AES-Vorsitzende Assimi Goïta von zahlreichen Vorhaben und Neuerungen in der Kooperation der drei von Militärregierungen geführten Länder Mali, Niger und Burkina Faso.
Umstrittene Justizreform in Mexiko tritt in Kraft
Mexiko-Stadt - In Mexiko ist eine umstrittene Justizreform in Kraft getreten. Der scheidende Präsident Andrés Manuel López Obrador unterzeichnete die Reform am Sonntag (Ortszeit), wie das Nachrichtenportal „Aristegui Noticias“ berichtete. Die von der Justiz und der Opposition scharf kritisierte Verfassungsänderung sieht eine Volkswahl aller 1.600 Bundesrichter vor.
UN-Ermittler: Iran verschärft gewaltsame Unterdrückung von Frauen
Genf - UN-Ermittler werfen der Regierung des islamischen Gottesstaates Iran eine verschärfte Unterdrückung von Frauen und Mädchen vor. Die Sicherheitskräfte weiteten die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aus, die sich nicht an die vorgeschriebene strikte Kleiderordnung halten, teilte die Untersuchungskommission für den Iran am Freitag in Genf mit.
Klage der Umwelthilfe gegen Bundesregierung erfolgreich
Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe hat nach eigenen Angaben erstmals eine rechtskräftige Verurteilung der Bundesregierung wegen mangelnden Klimaschutzes bei der Landnutzung erwirkt. Das Bundesumweltministerium habe innerhalb der zulässigen Frist keine Revision gegen das betreffende Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg von Mitte Mai eingelegt, teilte die Umwelthilfe am Freitag in Berlin mit. Damit sei das Urteil rechtskräftig. Das Gericht bestätigte auf Anfrage, dass bis Freitag keine Revisionsunterlagen eingegangen waren. (Az. OVG 11 A 31/22)
Die USA möchten zwei ständige Sitze im UN-Sicherheitsrat für Afrika
New York, Genf. Die USA unterstützen eine Erweiterung des UN-Sicherheitsrates um neue ständige Mitglieder aus Afrika und von Inselstaaten. Das mächtigste UN-Gremium sollte um zwei ständige Sitze für Afrika und eine rotierende permanente Mitgliedschaft für kleine Inselentwicklungsländer erweitert werden, sagte die US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York.