Mexiko: Senat stimmt für Justizreform

Mexiko-Stadt - Überschattet von massiven Protesten hat der mexikanische Senat der umstrittenen Justizreform des Landes zugestimmt. Die Kammer musste die Debatte am Dienstag (Ortszeit) laut dem Nachrichtenportal „Aristegui Noticias“ zwischenzeitlich unterbrechen und an einen anderen Ort verlegen, nachdem erzürnte Mitarbeiter der Justizbehörden in den Saal eingedrungen waren. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Rotes Kreuz beklagt Gewalt in Myanmar

Rangun, Genf - Das Rote Kreuz hat die Gewalt und die sich verschärfende humanitäre Lage in Myanmar beklagt. Ein regelmäßiger Einsatz von hochexplosiven Kampfmitteln sei in zahlreichen dicht besiedelten Gegenden zu verzeichnen und führe zu einem Anstieg an zivilen Opfern, erklärte die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, am Dienstag.

Oppositionskandidat González hat Venezuela verlassen

Berlin/Caracas - Nach zunehmender Repression durch das Regime in Venezuela hat der Oppositionskandidat der vergangenen Präsidentschaftswahl, Edmundo González, das Land in Richtung Spanien verlassen. Wie Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez am Samstag (Ortszeit) auf Instagram erklärte, hat González in Spanien politisches Asyl beantragt. Die Regierung in Caracas habe „im Interesse der Ruhe und des politischen Friedens im Land“ die Papiere bewilligt.

Brasilien wird von einer Rekord-Dürre heimgesucht

Frankfurt a.M./Brasilia - Die Dürrekarten des brasilianischen Nationalen Zentrums für die Überwachung und Warnung vor Naturkatastrophen (Cemaden) sehen erschreckend aus - in einigen Gebieten des Landes hat es seit mehr als 120 Tagen nicht mehr geregnet. In rund 1.400 Gemeinden herrscht demnach eine starke oder extreme Dürre. Besonders betroffen sind der Norden und der mittlere Westen.

UN-Hilfswerk warnt vor Kürzungen bei humanitärer Hilfe im Haushalt

Berlin - Vor der ersten Lesung des Entwurfs für den Bundeshaushalt im Parlament warnt das UN-Welternährungsprogramm (WFP) vor Kürzungen bei der humanitären Hilfe und bei der langfristigen Hungerbekämpfung. Ein weiterer Rückzug Deutschlands aus diesen Bereichen könnte katastrophale Folgen haben - „für Millionen Menschen weltweit und auch für die Sicherheit in Deutschland“, sagte der Direktor des Berliner WFP-Büros, Martin Frick, am Montag.

Zahl der Asylanträge bis Ende August um ein Fünftel geringer als 2023

Berlin - Die Zahl der Erstanträge auf Asyl liegt im aktuellen Jahr ein gutes Fünftel unter der im Vergleichszeitraum vergangenen Jahres. Nach der am Freitag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge veröffentlichten monatlichen Asylstatistik wurden bis Ende August rund 160.000 Erstanträge auf Asyl gestellt. 2023 waren es im gleichen Zeitraum gut 204.000. Dies sei ein Rückgang um 21,7 Prozent.

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