Pandemie
Großflächiger Kampf gegen die Viren: Mitarbeiter des Gesundheitsamts desinfizieren Straßen in einem Armenviertel in Niterói in Brasilien.
Pandemie

Das Virus und andere Krisen

Was bedeutet die Corona-Pandemie für arme Länder wie Uganda oder den Jemen? Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Krise für den globalen Süden? Berichte aus einer Welt im Corona-Fieber.

Der Tourismus leidet unter Reisebeschränkungen infolge der Pandemie. Im Norden Vietnams trifft das arme Bauernfamilien, die Besucher aus dem Ausland beherbergen. Einheimische Touristen haben kaum Interesse an den Angeboten, berichtet Bettina Meier von Brot für die Welt.

 

In Indien versucht die Regierung, mit einem rabiat durchgesetzten Lockdown das Coronavirus einzudämmen. Unter den Folgen leiden vor allem arme Wanderarbeiter, Slumbewohner und die muslimische Minderheit des Landes, berichtet Namrata Kolachalam.
 

 

Die Fachleute vom Institut Pasteur in Dakar unterstützen afrikanische Länder im Umgang mit dem Coronavirus. Demnächst will das Institut einen neuen Schnelltest auf den Markt bringen, berichtet Odile Jolys aus dem Senegal.

 

 

Grenzschließungen und die Rezession im Norden haben schwere wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer. Bernd Ludermann erklärt, was dort jetzt Armut und Hunger zunehmen lässt.

 


 

In El Salvador feiert Präsident Nayib Bukele mit seinem harten Kurs Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus. Grundrechte und die Gewaltenteilung bleiben dabei auf der Strecke, berichtet Knut Henkel.

 


Die USA werfen der WHO Versäumnisse in der Corona-Krise vor. Andreas Wulf von der Hilfsorganisation medico international erklärt, warum die Vorwürfe unbegründet sind und was die Weltgesundheitsorganisation im Kampf gegen Corona leisten kann.

 


In Uganda hat die Regierung schnell und konsequent auf den Ausbruch des Coronavirus reagiert und meldet kaum Erkrankungen. Aber der Preis für die radikalen Maßnahmen ist hoch. Die Wirtschaft liegt am Boden und Lebensmittel werden knapp, berichtet Sofi Lundin.

 


Die Corona-Pandemie wird überall als unsichtbare und unheimliche Bedrohung erlebt. Die Versuche der Menschen, sie zu deuten, bringen auch gefährliche Verschwörungstheorien und die Suche nach Sündenböcken hervor – nicht nur im globalen Norden, stellt Romana Büchel von Fastenopfer fest.

 

In Brasiliens Favelas können sich die Menschen kaum vor der Corona-Epidemie schützen und verlieren zudem ihr Einkommen. Die Regierung hilft ihnen bisher kaum, doch viele organisieren Aufklärung und Notmaßnahmen selbst, berichtet Sarah Fernandes aus São Paulo

 


In Jemen gibt es noch keinen bestätigten Fall einer Ansteckung mit Covid-19. Doch das Gesundheitssystem steht auch so vor dem Kollaps und angesichts der Not fürchten viele Menschen den Hunger mehr als das Virus, schreibt Nasser Al-Sakkaf.

 


Viele Afghanen arbeiten im Iran. Als dort die Corona-Epidemie ausbrach, sind viele von ihnen in die Heimat zurückgekehrt. Das vom Krieg geschüttelte Land mit dem unzureichenden Gesundheitssystem wird die Corona-Pandemie besonders hart treffen, warnt Ezzatullah Mehrdad.

 

In Flüchtlingslagern wären ein Ausbruch von Covid 19 nur schwer wieder einzudämmen. Hilfsorganisationen versuchen, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der wirksamste Schutz wäre, die Lager aufzulösen, erklären Experten.


 

Auch in Afrika breitet sich das Virus aus. Gisela Schneider von Difäm erklärt, was die Coronakrise für afrikanische Länder bedeutet und warum es Anlass zur Hoffnung gibt.

 

 

Neuen Kommentar schreiben