Pandemie
Großflächiger Kampf gegen die Viren: Mitarbeiter des Gesundheitsamts desinfizieren Straßen in einem Armenviertel in Niterói in Brasilien.
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Das Virus und andere Krisen

Was bedeutet die Corona-Pandemie für Menschen in armen Ländern? Wie kann sichergestellt werden, dass ein möglicher Impfstoff allen zugutekommt? Berichte aus einer Welt im Corona-Fieber.

Seit März sind die Schulen in Uganda geschlossen. Homeschooling funktioniert nur für eine Minderheit. Für viele Kinder und Jugendliche könnte die Corona-Krise das Ende ihrer Schulzeit bedeuten

 

 

In Thailand hat sich die Corona-Pandemie langsamer verbreitet als in anderen südostasiatischen Staaten – allerdings eher trotz als wegen seiner Regierung. Und die Gesundheitskrise vertieft nun die politische Kluft.
 

 

 

Mit Vorab-Käufen sichern sich reiche Staaten schon jetzt den Zugang zu möglichen Impfstoffen gegen Covid-19. Arme Länder stehen hinten an, die Pharmakonzerne profitieren, analysiert Bernd Ludermann.

 

 

Geschlossene Geschäfte und kein Lastwagen in Sicht: Perus Kleinbauern leiden unter dem Corona-Lockdown. Die Agrarindustrie hingegen profitiert von der Krise.

 

 

 

Solidarität in schwierigen Zeiten: Auf lokaler Ebene kann Hilfe besonders schnell organisiert werden. Das macht den Wert von Städtepartnerschaften in Notzeiten aus. Zur Corona-Bekämpfung läuft die Hilfe dabei nicht nur von Nord nach Süd.

 

 

Weniger Spenden, mehr Aufgaben: Die Corona-Krise hat Folgen für die Arbeit der Hilfsorganisationen. Der Dachverband Venro fordert mehr Unterstützung von der Bundesregierung.

 

 

 

In Südafrika sind die Nahrungsmittelpreise während des Corona-Lockdowns deutlich gestiegen. Das haben Studien des Schweizer Hilfswerks Fastenopfer ergeben. Die steigenden Preise bringen vor allem die Frauen in Not.

 

 

Der Tourismus leidet unter Reisebeschränkungen infolge der Pandemie. Im Norden Vietnams trifft das arme Bauernfamilien, die Besucher aus dem Ausland beherbergen. Einheimische Touristen haben kaum Interesse an den Angeboten, berichtet Bettina Meier von Brot für die Welt.

 

Je tiefer der Mensch in die Lebensräume von Wildtieren vordringt, desto mehr liefert er sich auch den Krankheitserregern aus, die sie übertragen. Wissenschaftler plädieren für ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit.

 

 

In Indien versucht die Regierung, mit einem rabiat durchgesetzten Lockdown das Coronavirus einzudämmen. Unter den Folgen leiden vor allem arme Wanderarbeiter, Slumbewohner und die muslimische Minderheit des Landes, berichtet Namrata Kolachalam.
 

 

Die Umsätze der Weltläden sind als Folge des Lockdowns stark eingebrochen. Kreative Lösungen helfen eine Zeitlang weiter. Schwieriger wird es für die Produzenten der fair gehandelten Waren.

 

 

 

Die Fachleute vom Institut Pasteur in Dakar unterstützen afrikanische Länder im Umgang mit dem Coronavirus. Demnächst will das Institut einen neuen Schnelltest auf den Markt bringen, berichtet Odile Jolys aus dem Senegal.

 

 

Grenzschließungen und die Rezession im Norden haben schwere wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer. Bernd Ludermann erklärt, was dort jetzt Armut und Hunger zunehmen lässt.

 

 

 

In El Salvador feiert Präsident Nayib Bukele mit seinem harten Kurs Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus. Grundrechte und die Gewaltenteilung bleiben dabei auf der Strecke, berichtet Knut Henkel.

 

 

 

Die USA werfen der WHO Versäumnisse in der Corona-Krise vor. Andreas Wulf von der Hilfsorganisation medico international erklärt, warum die Vorwürfe unbegründet sind und was die Weltgesundheitsorganisation im Kampf gegen Corona leisten kann.

 

 

In Uganda hat die Regierung schnell und konsequent auf den Ausbruch des Coronavirus reagiert und meldet kaum Erkrankungen. Aber der Preis für die radikalen Maßnahmen ist hoch. Die Wirtschaft liegt am Boden und Lebensmittel werden knapp, berichtet Sofi Lundin.

 

 

Die Corona-Pandemie wird überall als unsichtbare und unheimliche Bedrohung erlebt. Die Versuche der Menschen, sie zu deuten, bringen auch gefährliche Verschwörungstheorien und die Suche nach Sündenböcken hervor – nicht nur im globalen Norden, stellt Romana Büchel von Fastenopfer fest.

 

In Brasiliens Favelas können sich die Menschen kaum vor der Corona-Epidemie schützen und verlieren zudem ihr Einkommen. Die Regierung hilft ihnen bisher kaum, doch viele organisieren Aufklärung und Notmaßnahmen selbst, berichtet Sarah Fernandes aus São Paulo

 


In Jemen gibt es noch keinen bestätigten Fall einer Ansteckung mit Covid-19. Doch das Gesundheitssystem steht auch so vor dem Kollaps und angesichts der Not fürchten viele Menschen den Hunger mehr als das Virus, schreibt Nasser Al-Sakkaf.

 


Viele Afghanen arbeiten im Iran. Als dort die Corona-Epidemie ausbrach, sind viele von ihnen in die Heimat zurückgekehrt. Das vom Krieg geschüttelte Land mit dem unzureichenden Gesundheitssystem wird die Corona-Pandemie besonders hart treffen, warnt Ezzatullah Mehrdad.

 

In Flüchtlingslagern wäre ein Ausbruch von Covid 19 nur schwer wieder einzudämmen. Hilfsorganisationen versuchen, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der wirksamste Schutz wäre, die Lager aufzulösen, erklären Experten.


 

Auch in Afrika breitet sich das Virus aus. Gisela Schneider von Difäm erklärt, was die Coronakrise für afrikanische Länder bedeutet und warum es Anlass zur Hoffnung gibt.

 

 

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