Heft 9 / 2016Zum Archiv 2016
Tourismus: Alles für die Gäste
Für viele Länder im globalen Süden ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Das gilt auch für Ecuador: Der Strand von Canoa ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Den Regierungen bietet das die Chance, die Infrastruktur auszubauen und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Einheimischen profitieren oft nicht davon; einige Reiseveranstalter wollen das ändern.
Wenn Sie das gesamte Heft als PDF lesen wollen, melden Sie sich an oder schließen Sie ein Abo ab

Heftschwerpunkt

Südafrika Fikile geht zelten
Südafrikas schwarze Mittelschicht gilt als wichtige neue Zielgruppe der Tourismusbranche. Die meisten verbringen ihren Urlaub in der Heimat – aber kaum jemand auf dem Campingplatz. Das ändert sich jetzt langsam.
Drogentrips Reise ins Ich
Im Amazonasgebiet suchen Touristen aus aller Welt Erkenntnis und Heilung mit Hilfe des halluzinogenen Ayahuasca-Tees. Das ist ein gutes Geschäft für indigene Heiler.
Infografiken Tourismus in Zahlen
Wer gibt am meisten für Reisen ins Ausland aus? Und wieviel tragen Touristen zum Sozialprodukt in verschiedenen Ländern bei? Fakten zum globalen Reisegeschäft.
Mongolei Warten auf Touristen
Die Mongolei übt sich im nachhaltigen Tourismus. Die Bedingungen in dem asiatischen Binnenstaat sind trotz der kalten Winter gut. Trotzdem geht es schleppend voran.
Nachhaltiger Tourismus „Auch mal Nein sagen"
Nachhaltig reisen liegt im Trend. Sumesh Mangalasseri vom Reiseveranstalter Kabanitour erklärt, was er darunter versteht und warum die beliebten Hausboot-Touren in Kerala Gift für die Umwelt sind.
Studienreise „Wir wollen keine Kinder aufstellen, die Lieder singen“
Fremde Kulturen entdecken und etwas Gutes tun: Vor allem bei jungen Leuten ist der sogenannte „Voluntourimus“ sehr beliebt. Ruth Hopfer-Kubsch erklärt, warum der Studienreisen-Veranstalter Studiosus andere Wege geht, um Arme im globalen Süden zu unterstützen

Welt-Blicke

Bio-Schokolade aus Ecuador Edelbitter vom Äquator
Das Unternehmen Pacari aus Ecuador hat sich mit seinen dunklen Bio-Schokoladen weltweit einen Namen gemacht. Davon profitieren auch 3500 Kleinbauern-Familien.
Sicherheitsindustrie Exportschlager Söldner
Uganda verdient mehr Geld mit Sicherheitspersonal als mit Kaffee. Der größte Teil ist im Auftrag der USA im Einsatz. Der Irakkrieg hat das Geschäft richtig angeheizt.
Schönheitschirurgie Hände weg vom Kinderspeck
In Kolumbien boomt das Geschäft mit der plastischen Chirurgie. Die Regierung will Operationen an Minderjährigen verbieten – Proteste sind programmiert.
Mali Verirrt auf Schmuggelpfaden
Frankreich und die Vereinten Nationen wollen in Mali offenbar die Geldquellen der verfeindeten Gruppen austrocknen. Da ist Vorsicht angebracht.
Gleichberechtigung Zwischen den Welten
Justine Mbabazi brennt für Frauenrechte und Gerechtigkeit. Die Juristin hat in Ruanda und Afghanistan dazu beigetragen, die Interessen von Frauen rechtlich besser zu schützen.

Standpunkte

Philippinen "Er hat angekündigt, die Justiz zu ignorieren"
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte darf sich scheinbar alles erlauben. Wo soll das hinführen? Wir haben beim Aktionsbündnis Menschenrechte Philippinen nachgefragt.
Entwicklungshilfe Das Projekt hat ausgedient
Ausgerechnet aus der Weltbank kommt ein Frontalangriff auf das Entwicklungshilfe-Geschäft. Doch bei aller Selbstkritik bleibt die schlechte Gewohnheit, für alle Probleme eine Patentlösung finden zu wollen.
Flüchtlinge Der Gipfel der Abschreckung
Europa ist mit seiner Flüchtlingspolitik gescheitert - eine Kehrtwende ist dringend nötig. Australien darf dabei kein Vorbild sein.
Staatsbildung Gebt den Südsudan nicht auf!
Machtkämpfe, Krieg und Hunger: Der junge Staat kommt nicht zur Ruhe – und es könnte sogar noch schlimmer kommen. Doch es gibt einige Dinge, die hoffen lassen.

Journal

Konflikt in West-Papua "Rassismus ist ein Grundproblem"
In den vergangenen Monaten wurden tausende Indigene in West-Papua verhaftet. Kirchen und Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm.
Schweiz Eine Stimme für die Menschenrechte
Fünfzehn Jahre nach der ersten politischen Initiative will der Bundesrat ein nationales Menschenrechtsgremium für die Schweiz einrichten und damit eine Vorgabe der UN umsetzen. Nichtstaatliche Organisationen begrüßen das, doch innenpolitisch dürfte der Beschluss für einigen Diskussionsstoff sorgen.
Freihandel Exit aus den EPAs
Das Brexit-Votum hat Folgen für die Handelsabkommen zwischen der EU und afrikanischen Ländern. Die Ostafrikanische Gemeinschaft hat die Unterzeichnung ausfallen lassen. Scheitern die Abkommen am drohenden Austritt der Briten?
G20-Vorsitz Fluchtursachen abstellen, Entwicklung fördern
In Berlin hat die Planung der deutschen Präsidentschaft der G20-Gruppe aus Industrie- und Schwellenländern begonnen. Die weltweite Flüchtlingskrise, der Klimawandel und die UN-Nachhaltigkeitsziele dürften im Mittelpunkt stehen, wenn Deutschland nächstes Jahr den Vorsitz von China übernimmt.
Städte für Geflüchtete Hilfe von unten
Griechische und italienische Kommunen sind am stärksten belastet von der Flüchtlingskrise. Die Regierungen in den Hauptstädten der Europäischen Union lassen sie weitgehend allein.
EU-Freiwilligendienst Krisenhilfe im Büro
Die Europäische Union (EU) hat einen Freiwilligendienst für humanitäre Hilfe ins Leben gerufen. Jetzt sind die ersten Stellen für Einsätze in Krisengebieten ausgeschrieben. Das kommt nicht überall gut an.
Pharmaindustrie Mehr fragwürdig als freiwillig
Eine entwicklungspolitische Organisation wirft Schweizer Pharmamultis vor, in Ägypten ihre Sorgfaltspflicht bei klinischen Versuchen zu verletzen.
Kirchen Myanmars neue Lutheraner
Sie ist klein, jung und wächst ungemein schnell. Die Lutherische Kirche in Myanmar ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur Evangelikale und Pfingstler erfolgreich neue Kirchen gründen können.
Landinvestitionen Schwieriges Terrain
Unterstützt Deutschland Landraub und Repressionen gegen Regierungskritiker in Äthiopien? Kritiker befürchten das, Berlin weist den Vorwurf zurück: Das Gegenteil sei der Fall.
Österreich Weniger Geld für Asylsuchende
In Wien sind die Parteien nicht einig in der Flüchtlingsfrage. Die Sozialdemokraten und die Grünen setzen auf Integration, während die konservativen Parteien Asylbewerbern und Schutzsuchenden das Leben in der Alpenrepublik ungemütlich machen wollen.
German Food Partnership Werbung für Agrarmultis?
Die Lobbyorganisation Oxfam kritisiert erneut die gemeinsamen Projekte von Agrarkonzernen und BMZ. Das Entwicklungsministerium halte sich nicht an die eigenen Vorgaben. Dort sieht man das ganz anders.
Entwicklungsfinanzierung „Die DEG ist keine Privatbank“
Die Finanzierung von Entwicklungsprojekten über Fonds in Steueroasen ist falsch: Der Linken-Abgeordnete Niema Movassat erklärt, warum die DEG besondere Verantwortung trägt und wer von den Investitionen am stärksten profitiert.